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Gesundheit

Corona-Umfrage: Weniger Stress, mehr Sorgen

Von OÖN   15. Oktober 2020 00:04 Uhr

Corona-Umfrage: Weniger Stress, mehr Sorgen
Als „Stresskiller“ Nummer eins gilt für die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher das Spazierengehen.

"Lebenswertgefühl" ist deutlich gestiegen, aber auch Zunahme bei seelischer Belastung

Während privater und beruflicher Stress in der Coronakrise eher zurückgegangen ist, sind die Sorgen der Österreicher deutlich gewachsen. Zu diesem Ergebnis kam eine aktuelle Allianz-Umfrage, die vom Linzer Market-Institut durchgeführt wurde. "In erstaunliche Höhe ist während Corona das allgemeine Lebenswertgefühl gestiegen – nicht zuletzt durch die teilweise entstandene Entschleunigung", berichtete Christoph Marek, Vorstand der Allianz Österreich.

  • Mehr Familie: Zugenommen hat in den vergangenen Monaten eindeutig der Stellenwert von Familie, Freunden und sozialen Kontakten, der noch vor Karriere, Partnerschaft und Freizeit liegt. 54 Prozent der Befragten gaben an, einen gesunden Lebensstil zu pflegen, nicht zu rauchen, wenig Alkohol zu trinken und auf ausreichend Schlaf zu achten. 72 Prozent der befragten Österreicher fühlen sich insgesamt gesund – ein Wert, der seit Jahren weitgehend konstant geblieben ist.
  • Mehr einsame junge Menschen: Eine aktuelle Umfrage der Donau-Universität Krems zeigt genauso wie die Market-Studie, dass die Krise vor allem junge Erwachsene wesentlich härter trifft, als ältere Menschen. "Gerade die 14- bis 29-Jährigen fühlen sich oft einsam und mit ihren Problemen alleingelassen. Besonders Frauen und jüngere Menschen klagen mehr als bisher über Antriebs- und Energielosigkeit, Müdigkeit und Schlafstörungen", sagt Werner Beutelmeyer, Geschäftsführer des Linzer Market-Instituts.
  • Mehr Hygiene: Zwei von drei Personen achten jetzt mehr als bisher auf Hygiene, insbesondere Frauen und Menschen über 50 Jahren.
  • Weniger Arztbesuche: Ärzte gelten vor dem Internet noch immer als wichtigste Informationsquelle bei Gesundheitsfragen, der persönliche Arztbesuch wird aber von 26 Prozent möglichst vermieden, so das Ergebnis der Umfrage. Quer durch die Bevölkerung achten 28 Prozent jetzt mehr darauf, sich mit regionalen Lebensmitteln zu versorgen
  • Mehr psychische Belastung: Zehn Prozent der Befragten haben wiederkehrende Angststörungen und Panikattacken. "Es ist davon auszugehen, dass die Krise in den vergangenen Monaten diesen Negativtrend stark befeuert hat", konstatiert Beutelmeyer. Sorgen mache vielen Menschen nicht nur die eigene Gesundheit, sondern die Gesundheit der Familie.
  • Mehr Natur: Als "Stresskiller" Nummer eins gilt für rund die Hälfte aller Befragten das Spazierengehen und Wandern in der Natur, auch das längere Schlafen als wirksames Mittel gegen Stress wurde im Corona-Jahr wiederentdeckt.

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