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Gesundheit

Antibiotika bei Corona-Kranken oft unnötig

09. Juni 2021 00:04 Uhr

Antibiotika bei Corona-Kranken oft unnötig
Studie zeigt: Medikamente werden häufiger eingesetzt, als nötig wäre.

Experten warnen vor Anstieg bei Resistenzen.

Antibiotika werden bei Covid-19-Patienten einer Studie zufolge weitaus häufiger eingesetzt, als nötig wäre. Die Präparate würden wegen möglicher bakterieller Co-Infektionen verabreicht – diese gebe es aber bei Covid-19 vergleichsweise selten, berichten britische Forscher im Fachmagazin "The Lancet". Covid-19 selbst wird von einem Virus verursacht – gegen solche Erreger wirken Antibiotika nicht.

Daten zeigen, dass rund 85 Prozent von gut 46.000 Patienten mit verfügbaren Angaben während ihres Krankenhausaufenthalts Antibiotika verabreicht wurden – oft ohne entsprechende Diagnose rein vorsorglich oder auf einen Verdacht hin, erklärte das Team um Clark Russell von der University of Edinburgh.

Schon seit Jahren warnen Experten eindringlich vor der Entwicklung und Ausbreitung von Resistenzen bei Bakterien im Zuge des massenhaften Einsatzes von Antibiotika in Medizin und Tierhaltung. Ausgerechnet die von einem Virus ausgelöste Pandemie könnte die Resistenzentwicklung bei Bakterien noch befeuern, weil ein großer Teil der in Kliniken behandelten Covid-19-Patienten Antibiotika bekam und bekommt.

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