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Gesundheit

"Winterzeit" mit Nebenwirkungen

25. Oktober 2017 00:04 Uhr

"Winterzeit" mit Nebenwirkungen
Die Umstellung auf die Winterzeit kann die "innere Uhr" unserer Organe stören und beeinträchtigen.

Die "innere Uhr" des Menschen wird bei der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit in der Nacht auf Sonntag, 29. Oktober, ganz schön durcheinandergebracht.

Alle Jahre wieder werden die Uhren im Oktober von der Sommerzeit auf die Winterzeit umgestellt – dieses Mal am Sonntag, 29. Oktober: Um drei Uhr in der Früh wurden alle Uhren um eine Stunde zurückgestellt.

Und diese 60 Minuten können den Schlaf-Wach-Rhythmus des Menschen ganz schon durcheinanderbringen.

"Vor allem sensible Personen, Babys und ältere Menschen klagen in der Folge über Schlafstörungen und Schlafmangel", sagt Günther Amann-Jennson, Leiter des Instituts für Schlafpsychologie und Schlafcoaching in Frastanz in Vorarlberg.

Dass eine Uhrzeit überhaupt einen Effekt auf unseren Organismus haben kann, hat mit ein paar Zellen zu tun, die zwei Zentimeter hinter den Augen liegen, über der Kreuzung der Sehnerven.

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Wichtige innere Uhr

Hier liegt der "Kern" unserer inneren Uhr, die sich in verschiedenen Organen unseres Körpers befindet, wie zum Beispiel in der Leber und im Herz. Die innere Uhr steuert aber auch die Körpertemperatur, den Blutdruck, die Hormonproduktion, das Schmerzempfinden, das Hungergefühl und den Stoffwechsel. Ihre wichtigsten natürlichen Zeitgeber sind die Helligkeit und die Dunkelheit.

In den beiden Tagen nach der Zeitumstellung ist der Mensch offenbar einem höheren Schlaganfall-Risiko ausgesetzt, haben finnische Forscher in einer Studie herausgefunden. Grundlage ihrer Untersuchung waren Krankenhausdaten von zehn Jahren. Ergebnis: Die Rate der Schlaganfälle war in den ersten beiden Tagen nach der Umstellung um acht Prozent erhöht. Besonders empfindlich würden Frauen, Krebspatienten und Senioren jenseits der 65 auf die umgestellte Zeit reagieren.

Weitere, harmlosere "Nebenwirkungen" können sein: Gereiztheit, schlechte Laune, depressive Verstimmung, Leistungs- und Konzentrationsschwächen und Verdauungsprobleme. Zusätzlich entstehe körperlicher und seelischer Stress, sagt der Schlafpsychologe und gibt Tipps, die dabei helfen sollen, besser mit der Umstellung zurechtzukommen.

So gelingt’s besser

Entlasten Sie den Verdauungstrakt und vermeiden Sie schwere Speisen spät abends, ebenso wie Nikotin und Alkohol

Versuchen Sie bereits ein paar Tage vor der Zeitumstellung ein bisschen später ins Bett zu gehen.

Achten Sie auf schlaffördernde Maßnahmen wie ausgedehnte Abendspaziergänge, Entspannungsübungen und gemütliche Gespräche. (bar)

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