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Gesundheit

Welcher Sport macht winterfit?

14. Dezember 2011 00:04 Uhr

Skifahren

Wintersport in frischer Luft tut gut, doch welche Sportart bringt was? Wie viele Kalorien werden verbrannt? Was tut dem Körper, was der Seele wohl? Die OÖNachrichten analysierten mit Gernot Schauer, Sportwissenschafter und Psychologe aus Herzogsdorf, sechs beliebte Freizeitaktivitäten im Winter.

Skifahren

Kalorien: 500 kcal/Stunde

Körper: hoher Puls, oft unterschätzt

Seele: Freiheitsgefühl beim Abfahren lässt einen völlig abschalten

Geist: hohe Konzentration und Aufmerksamkeit erforderlich

„Der Kalorienverbrauch schwankt je nach Form des Skifahrens, es wird aber sicher mehr verbrannt, als vielfach angenommen“, sagt Sportwissenschaftler Gernot Schauer. Dazu kommt das Wechselspiel zwischen Belastung bei einer anspruchsvollen Abfahrt und Entlastung beim Warten und Liftfahren. „Auf psychischer Ebene hat Skifahren viel mit Flexibilität zu tun. Skiläufer müssen sich ständig ändernden Bedingungen des Schnees und des Geländes anpassen und rasch darauf reagieren“, sagt Schauer. Das erfordere Konzentration.

Skitouren

Kalorien: 800 kcal/Stunde

Körper: Grundlagenausdauer wird trainiert

Seele: Abenteuerlust wird befriedigt, Nähe zur Natur

Geist: Umgang mit Risiko fordert den Sportler

„Bei der Ermittlung der tatsächlichen Verbrennungswerte spielen natürlich die Steilheit und die Höhenlage der Skitour eine wichtige Rolle“, sagt Gernot Schauer. Neben der Grundlagenausdauer, die man beim stundenlangen Bergaufgehen brauche und trainieren könne, werden beim Tourengehen vor allem Ober- und Unterschenkelpartie, Gesäßmuskeln sowie Arme und Schultergürtel trainiert.
„Abenteuerlust und Naturbezogenheit stehen bei dieser Sportart im Vordergrund“, sagt der Experte. Der Umgang mit Risiko sei etwas, das sich auch im Alltag wiederfinde.

Langlaufen

Kalorien: 800 kcal/Stunde

Körper: effizientes Ganzkörpertraining

Seele: bei regelmäßiger Betätigung wirkt Langlaufen wie eine Art Jungbrunnen

Geist: Ausschüttung von Glückshormonen ähnlich wie beim Laufen

„Beim Langlaufen werden Muskelgruppen des Oberkörpers und der Arme ebenso trainiert wie die Beinmuskulatur“, sagt Sportexperte Schauer. Beim Vergleich aller Wintersportarten ist Langlaufen das effizienteste Ganzkörpertraining. „Man sollte aber die Unfallgefahr nicht unterschätzen. Vor allem bei Abfahrten können unliebsame Erfahrungen gemacht werden.“ Der seelische Effekt sei ähnlich wie bei anderen Ausdauersportarten. „Die viel zitierten Glückshormone lassen sich beim Langlaufen aktivieren.“

Eislaufen

Kalorien: 400 kcal/Stunde

Körper: gutes Koordinationstraining

Seele: schwungvolle Bewegung tut gut

Geist: Kreativität wird gefördert

„Eislaufen wird allgemein als ästhetische Sportart verstanden. Die Förderung von Kreativität steht im Vordergrund. Die schwungvolle Bewegung hat ähnliche Effekte wie Tanzen“, sagt Sportpsychologe Schauer. Vor allem bei Frauen habe man nachgewiesen, dass Eislaufen eine Verbesserung des Wohlgefühls mit sich bringe.
Auf körperlicher Ebene bringt das Eislaufen vor allem viel für die Koordination. „Gleichgewicht, Beweglichkeit und Geschicklichkeit werden trainiert und tragen somit zur Sturzprävention bei“, sagt Gernot Schauer.

Schneeschuhe

Kalorien: 600 kcal/Stunde

Körper: Schneeschuhwandern ist herausfordernd wie Gehen auf weichem Sand

Seele: Beschaulich und meditativ durch das rhythmische Gehen und die Natur

Geist: gut, um der Reizüberflutung im Alltag entgegenzuwirken

„Schneeschuhwandern ist leicht erlernt und zudem ungefährlich, sofern man auf das Gelände achtet und die Lawinengefahr respektiert wird“, sagt Gernot Schauer. Viele wandern am liebsten allein durch die Natur. „Dieser Sport hat deshalb auch kontemplative und meditative Elemente, durch das rhythmische Gehen fühlt man sich im Einklang mit der Natur.“ Körperlich sei Schneeschuhwandern durchaus herausfordernd, durch den meist lockeren Schnee fühlt es sich an wie Gehen auf Sand.

Eisstock

Kalorien: keine Angabe möglich

Körper: kaum körperliche Auswirkungen

Seele: soziale Veranstaltung, das Miteinander steht im Vordergrund

Geist: Fokus muss auf einen Punkt gerichtet werden, das erfordert zumindest kurze Konzentration

„Eisstockschießen ist für die meisten ein soziales Event, bei dem man sich mit Freunden trifft. Im Vordergrund steht der Spaß und das Miteinander“, sagt Gernot Schauer. Einen Grundanspruch an die Koordination könne man dennoch stellen. Immerhin müssen Arme und Beine, links und rechts koordiniert werden. Es gilt sich zu konzentrieren und auf einen Punkt zu zielen. Wer beim Eisstockschießen zu viel Alkohol trinke, könne dabei Probleme bekommen.

 

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