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Gesundheit

Vierlinge mit 65: Es drohen Frühgeburt und Entwicklungsstörungen

15. April 2015 00:04 Uhr

Vierlinge mit 65: Es drohen Frühgeburt und Entwicklungsstörungen
Die Berlinerin Annegret R. 2005 mit ihrer Tochter Leila.

Gynäkologen warnen vor großen Risiken für Kinder und Mutter – 65-Jährige sagt, dass sich niemand in ihr Leben einmischen solle.

Die 65-jährige Berliner Lehrerin, die mit Vierlingen im fünften Monat schwanger ist, hat ihre Entscheidung für die künstliche Befruchtung in der RTL-Sendung "Extra" verteidigt. "Ich bin der Meinung, dass jeder sein Leben so leben soll, wie er möchte", sagte Annegret R., die bereits 13 Kinder von fünf Vätern hat, Single und mittlerweile siebenfache Großmutter ist.

Die Russisch- und Englischlehrerin ließ sich in der Ukraine mehrere Male fremde, künstlich befruchtete Eizellen einsetzen, bis es schließlich mit der gewünschten Schwangerschaft klappte. Falls alles gut verläuft, sollten die Babys im Sommer zur Welt kommen. Bisher gebe es keine größeren Komplikationen, sagte der behandelnde Gynäkologe Kai Hertwig. Auf die Frage, ob die Vierlinge in ihrer Pubertät nicht unter einer dann 80 Jahre alten Mutter leiden könnten, sagte Annegret nur, dass sich andere Leute nicht in ihre Entscheidung einmischen sollten.

Hohe Risiken für die Babys

"Die Chance, dass nach der Geburt alle vier Kinder gesund sind und auch gesund bleiben, liegt in diesem Fall deutlich unter 50 Prozent. Auch die Gefahr, dass zwei oder gar mehr Kinder ihr ganzes Leben an Schäden leiden, die durch eine drohende Frühgeburt ausgelöst werden, ist nicht unbeträchtlich. Zu diesen Schäden zählen Seh- und Hörschäden sowie Entwicklungsstörungen", sagt der oberösterreichische Universitätsprofessor Gernot Tews, der frühere Leiter der Landesfrauenklinik Linz, der jetzt ein IVF- und Kinderwunsch-Institut in Wels leitet. Es sei ausgeschlossen, dass Vierlinge reif geboren würden. Im Schnitt werden diese Schwangerschaften nach 31 Wochen beendet.

Dass die Gefahren für Mutter und Kinder insgesamt erheblich seien, erklärt auch der Berufsverband der Frauenärzte in Berlin. So steige das bei einer älteren Frau ohnehin schon erhöhte Thromboserisiko. (bar)

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