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Gesundheit

Videospielen lindert Phantomschmerzen

07. Dezember 2016 00:04 Uhr

Studie mit Patienten, denen ein Arm fehlte.

Menschen mit amputierten Gliedmaßen können mit Hilfe von Spielen in virtuellen Welten ihre Phantomschmerzen lindern. Die britische Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlichte die Ergebnisse einer Studie mit 14 Patienten, denen jeweils ein Arm fehlte. Sie sollten am Computer ihren vermeintlich fehlenden Arm benutzen – und berichteten später von einer Linderung des Phantomschmerzes.

"Die Ergebnisse unserer Studie legen nahe, dass es nützlich sein kann, die amputierten Gliedmaßen zu ‘trainieren’", erklärte der Hauptautor der Studie, Max Ortiz-Catalan von der Chalmers University im schwedischen Göteborg. Phantomschmerzen entstehen dann, wenn die Nervenenden an der amputierten Stelle weiterhin Schmerzsignale ans Gehirn senden. Dadurch fühlt es sich für den Patienten so an, als seien die amputierten Gliedmaßen noch immer da und schmerzten.

Nach zwölf Sitzungen berichteten die Studienteilnehmer im Durchschnitt von einer 50-prozentigen Linderung bei der Dauer, Frequenz und Intensität ihrer Phantomschmerzen. Zwei Patienten senkten die Dosis ihrer Schmerzmittel. Die Methode erlaube es den Patienten, "Bereiche des Gehirns zu reaktivieren", die vor der Amputation genutzt wurden, so die Forscher. Eine klinische Studie mit einer Kontrollgruppe soll folgen.

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