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Seelische Not bei Kindern macht Angst und Kopfweh

02. Juni 2015, 00:04 Uhr
Seelische Not bei Kindern macht Angst und Kopfweh
Wenn Jugendliche sich zurückziehen, sollten Eltern Hilfe suchen.

Auch junge Menschen können von psychischen Erkrankungen betroffen sein – Eltern sollten sich nicht scheuen, Hilfe zu suchen.

"Eltern warten oft viel zu lange, bevor sie wegen psychischer Probleme ihrer Kinder nach professioneller Hilfe suchen", sagt Adrian Kamper, Primar des Departements für Psychosomatik des Klinikums Wels-Grieskirchen. "Mütter und Väter sollten sich nicht schämen. Denn die Statistik spricht davon, dass jeder fünfte Heranwachsende in Österreich einmal von psychischen Problemen betroffen ist – leider wird dieses Leiden noch immer tabuisiert und dadurch oftmals chronifiziert. Wer sich bald helfen lässt, hat nämlich gute Chancen, wieder ganz gesund zu werden", sagt der Mediziner.

Das Elterntelefon der Telefonseelsorge (unter 142 täglich rund um die Uhr und kostenlos erreichbar) bietet Müttern und Vätern die Möglichkeit, sich in schwierigen Situationen rasch und anonym Gehör und Verständnis zu verschaffen.

20 Prozent der Eltern, die sich hier melden, sprechen auch über die großen Sorgen, die sie mit der psychischen Erkrankung eines Kindes haben. "Es gibt Tage, an denen diese Eltern einfach nicht mehr weiter wissen, sich allein gelassen fühlen und jemanden zum Reden brauchen", sagt Barbara Lanzerstorfer-Holzner, Projektleiterin Elterntelefon – Notruf 142.

"Die Familien von heute sind klein und schaffen es oftmals nicht, all die Anforderungen an Erziehung und gesundheitliche Entwicklung alleine zu bewältigen." Sich mit Kindern auseinanderzusetzen, sei anspruchsvoll und verlange große Flexibilität. "Viele Eltern gehen bis zur Grenze ihrer Belastbarkeit, es entstehen noch mehr Stress und Druck – diese werden wiederum auf die Kinder übertragen", analysiert Lanzerstorfer-Holzner.

Das Ergebnis sei so manches Mal seelisches Leid, das sich bei Kindern und Jugendlichen oftmals über körperliche Schmerzen wie Bauch- oder Kopfweh ausdrücke.

Die Angst als häufigste Störung

Die häufigste psychische Erkrankung seien in dieser Lebensphase Ängste, die den Alltag behindern. "Die Kinder bekommen Durchfall, Herzrasen und leiden unter Atemnot", sagt der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie. An zweiter Stelle steht das depressive Verhalten. "Betroffene Kinder verlieren das Interesse an ihren Hobbys, ziehen sich zurück, wollen nicht mehr in die Schule." (bar)

 

Die Telefonseelsorge ist kostenlos und 24 Stunden pro Tag unter 142 erreichbar; ehrenamtliche Mitarbeiter werden gesucht, die Ausbildung beginnt im September, Infos unter 0732/731313

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