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Plötzlicher Herztod bei Spitzensportlern: Warum musste Schwimmer Oen sterben?

Von Ulrike Griessl, 10. Mai 2012, 00:04 Uhr
Plötzlicher Herztod bei Spitzensportlern: Warum musste Schwimmer Oen sterben?
Anfang Mai war die Sportwelt schockiert: Der Schwimmweltmeister Alexander Dale Oen aus Norwegen war beim Höhentraining zusammengebrochen und gestorben. Bild: APA

Der Linzer Sportmediziner Helmuth Ocenasek analysiert mögliche Ursachen für Todesfälle.

Anfang Mai dieses Jahres brach der Schwimm-Weltmeister Alexander Dale Oen beim Höhentraining zusammen und starb. Die gesamte Sportwelt war schockiert vom plötzlichen Tod des Norwegers, der nur 26 Jahre alt wurde.

Doch Oen ist nicht der erste Leistungssportler, den dieses Schicksal ereilte. 1994 beendete der plötzliche Herztod auch das Leben der österreichischen Fußball-Legende Bruno Pezzey mit 39 Jahren. Ebenso erging es dem deutschen Handballspieler Sebastian Faißt, der 2009 im Alter von 29 Jahren während eines Spiels der deutschen Nationalmannschaft an Herzversagen starb.

Wie kommt es, dass das Herz von Leistungssportlern versagt, die zumindest nach außen hin vor Kraft strotzen? Das ist eine Frage, die nach dem Tod Oens wieder viele Menschen beschäftigt. Der Linzer Sportmediziner Helmuth Ocenasek dazu: „Eine der häufigsten Ursachen für den plötzlichen Herztod bei Sportlern sind sogenannte maligne Herzrhythmusstörungen, die man keinesfalls mit harmlosen Rhythmusstörungen wie Vorhofflimmern verwechseln darf.“

Tödlich kann laut Ocenasek aber auch eine nicht erkannte Gefäßverstopfung verlaufen. „So etwas kann auch bei jungen Menschen vorkommen, egal ob sie sporteln oder nicht, meist steckt eine genetische Disposition dahinter“, erläutert der Mediziner.

Als dritte Möglichkeit für den plötzlichen Herztod von Sportlern zählt Ocenasek Herzklappenfehler auf. „Die Betroffenen haben meist keine Probleme beim Trainieren, daher bleibt zum Beispiel eine Aortenstenose oft unerkannt“, sagt der Sportarzt.

Er appelliert an Spitzensportler, aber auch an die Eltern junger Leistungssportler, diese regelmäßig ärztlich untersuchen zu lassen: „Nur so können eventuelle symptomlose Herzprobleme frühzeitig erkannt und behandelt werden.“ Ocenasek rät, mit zunehmendem Alter genauere Untersuchungen durchführen zu lassen (bitte beachten Sie den Stufenplan im Kasten unten).

Im Fall des norwegischen Schwimmers Oen will der Linzer Arzt keine Ferndiagnosen stellen. Aufgrund der Schmerzen zwischen den Schulterblättern, über die der Schwimmer laut Medienberichten klagte, liegt für Ocenasek jedoch die Vermutung nahe, dass der 26-Jährige einen Hinterwand-Herzinfarkt oder einen Lungeninfarkt erlitten hatte.

 

Stufenplan der wichtigsten Untersuchungen

Unter 12-jährigen Buben und Mädchen, die Leistungssport betreiben, rät der Linzer Sportmediziner Helmuth Ocenasek zu einer orthopädischen Grunduntersuchung.

12- bis 15-jährigen Nachwuchssportlern empfiehlt Ocenasek zusätzlich zur orthopädischen auch eine klinische Untersuchung. Dabei müsse das Herz sorgfältig abgehört werden. Außerdem sei in dieser Altersgruppe ein Ruhe-EKG und eine Blutuntersuchung ratsam.

Ab 16 Jahren rät Ocenasek Leistungssportlern unbedingt zusätzlich zu den genannten Untersuchungen ein Belastungs-EKG machen zu lassen.

Bei Auffälligkeiten beim Belastungs-EKG ist ein Ultraschall des Herzens nötig, um der Ursache auf den Grund zu gehen.

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