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Familie

Zeit fürs Aufräumen: So motiviert man die Kinder

Von OÖN   12. Juli 2019 00:04 Uhr

Fünf Tipps, die den Ordnungssinn des Nachwuchses fördern.

Eltern kennen das – ganz besonders in den Ferien, wenn der Nachwuchs viel zu Hause ist: Man tritt schmerzhaft auf einen Legostein, stößt mit dem Fuß gegen ein Spielzeugauto, sucht nach dem Lieblings-Shirt und findet es zusammengeknüllt in einer Ecke des Kinderzimmers. Bittet man dann das Kind, endlich aufzuräumen, führt das oft zu langwierigen Diskussionen. "Ein ordentlicher und strukturierter Lebensstil trägt aber maßgeblich zu unserem Seelenwohl bei, und ein gewisser Ordnungssinn wirkt sich positiv auf das Leben unserer Kinder aus", sagt Magdalena Wolf, Pädagogische Leiterin im SOS-Kinderdorf Wien. Sie hat fünf konkrete Tipps, wie man die Kinder motiviert und ihren Ordnungssinn fördert.

  1. Wohlfühl-Atmosphäre: Es ist wichtig, in den Wohnräumen eine Atmosphäre des Wohlfühlens und der Geborgenheit für Kinder und Erwachsene zu schaffen. Besprechen Sie zum Beispiel mit Ihren Kindern, wo die Schuhe ausgezogen werden, dass die Schmutzwäsche in den Wäschekorb kommt, Spielsachen nach dem Spielen weggeräumt werden oder dass sofort weggewischt wird, wenn jemand etwas verschüttet. Gemeinsam geht das alles leichter: Überlegen Sie sich zusammen, wie Wohnung oder Haus sauber gehalten werden können. Leben Sie diese Regeln vor und achten Sie darauf, dass sie im Alltag eingehalten und zur Normalität werden. Das motiviert auch die Kinder.
  2. Mithilfe im Haushalt: Um die Selbständigkeit der Kinder zu fördern, sollten sie in die regelmäßige Hausarbeit miteinbezogen werden. Planen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind jene Aufgaben, die es übernehmen kann – zum Beispiel Müll rausbringen oder Geschirrspüler ein- und ausräumen. Je nach Alter ist die Unterstützung durch einen Erwachsenen hilfreich. In unseren Wohngemeinschaften oder SOS-Kinderdorf-Familien erleben wir, dass jüngere Kinder voller Stolz sind, wenn sie beim Altpapierentsorgen oder Staubsaugen mithelfen dürfen.
  3. Anleitung zum Aufräumen: Bereits im Kindergartenalter können Kinder lernen, eine gewisse Ordnung zu halten. Bei den Kleinsten kann es helfen, wenn Boxen/Laden/Kästen mit Bildern beklebt werden, damit sie wissen, wo etwas hingehört. Sie brauchen oft auch klare Schritt-für-Schritt-Anweisungen. Ebenso wichtig ist es für Kinder zu lernen, in ihrer Schultasche Ordnung zu halten und sich selbst zu organisieren. Auch hier gilt es, sie anfangs dabei anzuleiten.
  4. Eines nach dem anderen: Spätestens im Kindergarten lernen die Kleinen, dass das nächste Spiel erst dann begonnen werden kann, wenn das andere weggeräumt wurde. Da gerade junge Kinder in ihrem Entdeckungsdrang alles und jedes ausprobieren wollen, lohnt es sich, diese Vorgehensweise auch in den eigenen vier Wänden einzuführen.
  5. Unordnung aushalten: Genauso wichtig im Zusammenleben mit Kindern ist es auch, eine gewisse Unordnung zuzulassen. Wenn Kinder selbständig essen lernen, im Spielen vertieft sind und die Spielsachen vermischt werden oder beim Kochen helfen, kann nicht durchgehend Ordnung herrschen. In solchen Phasen darf es ein überschaubares Chaos geben.
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