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Familie

Weihnachten ohne Oma und Opa?

Von Valerie Hader  02. Dezember 2020 07:51 Uhr

Weihnachten ohne Oma und Opa?
Weihnachten ist eines der größten Familienfeste des Jahres. Wie es heuer ablaufen wird, ist noch ungewiss.

Wie feiern wir heuer? Der Heilige Abend 2020 ist ein Fest mit vielen Fragezeichen. Zwei Experten geben Tipps für die wohl emotionalste Zeit des Jahres.

Nikolausfest, Heiliger Abend, Christtag: Die Weihnachtsfeiertage sind traditionellerweise eine Zeit, in der die Familien zusammenkommen. Aufgrund der Corona-Pandemie ist heuer vieles anders – und vor allem ungewiss.

Wie sollen wir feiern? Wie werden die Sicherheitsmaßnahmen am 24. Dezember aussehen, und wenn es doch kein gemeinsames Fest gibt: Werden sich Oma und Opa einsam fühlen, die Kinder traurig sein?

Fragen wie diesen gehen Experten in der Weihnachtsfibel des Oberösterreichischen Hilfswerks nach. Der Leitfaden versteht sich als Orientierungshilfe für die Feiertage in Zeiten von Covid-19 und enthält Tipps "zur seelischen Vorbereitung auf das Weihnachtsfest 2020", erklärt Hilfswerk-Obmann Wolfgang Hattmannsdorfer.

Ein Freudenfest für die Kinder

Für die Großeltern kann die Trennung von den Enkeln sehr belastend sein. Sie sollten jedoch bedenken, dass Weihnachten für Kinder etwas ganz Besonderes ist, rät David Oberreiter, Leiter des Instituts für Psychotherapie am Kepler Uniklinikum (KUK). "Versuchen wir deshalb für die Kinder ein Fest der reinen Freude zu gestalten."

Geburtstage, Hochzeiten oder Urlaube ließen sich verschieben, Weihnachten aber nicht, sagt Kurosch Yazdi, Leiter der Klinik für Psychiatrie am Kepler Uniklinikum. "Darum machen wir doch einfach das Beste aus der Situation", sagt er. Das könne sein, für die Großeltern Geschenke zu basteln und ihnen zu schicken oder mit Oma und Opa am Heiligen Abend zu skypen. "Viele Leute machen sich zu viele Gedanken über Dinge, die sie ohnehin nicht ändern können. Besser ist es, sich Lösungen zu überlegen, was jeder für sich dazu beitragen kann, dass es auch heuer ein schönes Fest für alle wird."

Noch sei ja gar nicht klar, ob Großfamilien gemeinsam feiern dürfen oder nicht, das werde wohl kurzfristig entschieden. "Das Grundproblem dabei ist meist ohnehin nicht Weihnachten, sondern die großen, oft übertriebenen Erwartungen", sagt Psychotherapeut Oberreiter. Da könne es hilfreich sein, diese Sehnsucht nach Nähe und Frieden – eben all das, wofür Weihnachten steht – nicht nur an diesen einen Tag zu binden.

"Stattdessen könnten wir uns vornehmen, in Zukunft besser aufeinander aufzupassen und zu schauen, dass es weniger Einsamkeit gibt – nicht nur in der Familie, sondern auch in der Gesellschaft", sagt er. "Wäre das nicht eine gute Perspektive für die Zeit nach Corona?"

Die Weihnachtsfibel des Hilfswerks ist kostenlos unter der Nummer 0732-775111 oder auf www.ooe.hilfswerk.at erhältlich

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