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Familie

Studie: Corona führte zu mehr Monogamie

10. Juni 2020 00:04 Uhr

Ansteckungsängste und Unsicherheiten darüber, was erlaubt ist, haben laut einer Studie der Soziologin Barbara Rothmüller während der Corona-Pandemie zu einer "Monogamisierung" von Partnerschaften geführt.

Intime Beziehungen konzentrierten sich demnach auf einzelne, zentrale Hauptbeziehungen, während sich der Kontakt zu unverbindlichen Sexpartnern und zu Personen in offenen Beziehungen reduzierte. "Die Pandemie war für viele Leute eine große Veränderung", erklärt die Expertin für Sozialpsychologie der Sigmund Freud Universität die signifikantesten Ergebnisse der Studie, an der sich im Monat April rund 4.700 Personen online in Deutschland (34 Prozent) und Österreich (66 Prozent) beteiligten. Verhältnismäßig glimpflich dürften vor allem Personen in festen Partnerschaften die Einschränkungen überstanden haben. Rund drei Viertel signalisierten eine hohe Zustimmung auf die Frage "Für eine Isolation ist mein Partner die beste Person, die ich mir vorstellen kann".

Der größte Unterschied zwischen Menschen in Partnerschaften und Singles zeigte sich darin, dass letztere sehr stark den Kontakt zu anderen Menschen und auch den körperlichen Kontakt vermisst haben. Über 90 Prozent der Singles seien mit dem Ausmaß, das sie an Nähe und Berührungen erhalten, unzufrieden.

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