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Mädchen leiden ganz besonders unter Krise

07.April 2021

Wann wird die Coronakrise endlich enden? Wird es danach wieder so sein wie vorher? Könnten nahe Angehörige oder Freunde an Corona sterben? Fragen wie diese belasten derzeit Schülerinnen und Schüler sehr, wie eine Studie des Zentrums für Kognitive Neurowissenschaften der Universität Salzburg unter 4000 Kindern und Jugendlichen ergeben hat.

Die Untersuchung zeigte außerdem, dass Mädchen noch besorgter sind als Buben. Insgesamt macht die aktuelle Situation knapp der Hälfte der befragten Kinder und Jugendlichen Angst, knapp drei Viertel fühlen sich schlechter als vor Corona. Konkret fürchten 56 Prozent der Schülerinnen und Schüler, dass es noch lange dauern wird, bis das Leben so wird wie vorher. 51 Prozent glauben, dass es gar nicht mehr so wie vorher sein wird. Und 45 Prozent machen sich Sorgen, dass Eltern, Geschwister oder andere Angehörige sterben könnten. Vor allem Mädchen äußerten Ängste zu diesen drei Punkten.

Am meisten nervt den Nachwuchs, dass es derzeit kaum möglich ist, Freunde zu treffen (58 Prozent), und dass außer Haus häufig Masken getragen werden müssen (54 Prozent). Außerdem bedauern 40 Prozent, dass es keine Möglichkeit zum Verreisen gibt.

Tendenziell zeigten sich die Volksschüler und Oberstufenschüler etwas ängstlicher als die Elf- bis 14-Jährigen. Den Volksschülern geht der normale Schulalltag noch stärker ab als den älteren Kindern. Die Oberstufenschüler haben die wenigsten Illusionen über eine baldige Rückkehr zur Normalität: 80 Prozent rechnen damit erst 2022 oder noch später.

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11. Mai 2021