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Familie

"Ich freu’ mich wahnsinnig auf alle meine Lieben"

09. Mai 2020 00:04 Uhr

"Ich freu’ mich wahnsinnig auf alle meine Lieben"
Kopfstand vor lauter Freude: Oma Susanne Huber, ihre Töchter Daniela und Ulrike und Enkelsöhnchen Paul (15 Monate)

Am Sonntag ist Muttertag – OÖN-Leserinnen erzählen, wie sie den Tag in Zeiten von Corona feiern werden.

Für viele Familien ist der kommende Sonntag ein echter Feiertag: Nicht nur weil Muttertag ist, sondern auch, weil es für viele Mamas und ihre erwachsenen Kinder das erste Wiedersehen nach fast zweimonatiger Trennung ist.

"Ich hab‘ sie so vermisst. Es war schrecklich." Mit diesen Worten fasst Susanne Huber, 54, aus Kronstorf, zusammen, wie es ihr in den vergangenen Wochen ergangen ist, in denen sie ihre Töchter Daniela, 32, und Ulrike, 30, nicht gesehen hat. Auch Enkelsöhnchen Paul, gerade einmal 15 Monate alt, traf sie nur via Skype, und zwar jeden Samstag um 16 Uhr. "Der Bub wollte mich immer über den Bildschirm füttern", erzählt die begeisterte Oma.

"Wir haben uns von Anfang an ausgemacht, dass wir uns konsequent an die Vorgaben halten, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren", sagt die Mitarbeiterin des Ordensklinikums Elisabethinen Linz. Der morgige Muttertag wird ein großes Wiedersehensfest mit einem ausgedehnten Brunch. Dass sie sich freut, hört man in der Stimme von Susanne Huber. So sehr, dass sie mit den Tränen kämpfen muss. "Mein kleines Enkelkind hat in dieser Zeit zu gehen begonnen und ich konnte bei den ersten Schritten nicht dabei sein. In sieben Wochen passiert bei einem Kind so viel." Und auch wenn es ein Muttertag ohne Drücken, Umarmung und Küsschen wird: "Ich freu mich wahnsinnig darauf, meine Lieben wieder um mich zu haben."

"Ich freu’ mich wahnsinnig auf alle meine Lieben"
Spaziergang statt Ausflug: Michaela Frech mit ihrer Mutter Renate Wallner

Bewusst dankbar sein

Eine große Dankbarkeit verspürt auch Angela Pfarrsbacher-Sams, wie sie in ihrem Brief an die OÖN schreibt. "Heuer darf ich meinen zwanzigsten Muttertag feiern. Eigentlich könnte ich ihn so wie viele Mütter feiern, zuhause mit meinen drei Kindern ohne Arbeit, da unser Gasthaus zur Zeit geschlossen ist. Da wir seit 1. Mai zumindest wieder Abholservice anbieten, freue ich mich auf viele Vorbestellungen, um so viele Mamas mit meinen Speisen trotzdem verwöhnen zu können. Von meinen Kindern bekomme ich, wie jedes Jahr, ein tolles Frühstück zeitig in der Früh. Aber wirklich schön ist, einfach eine gesunde und glückliche Familie zu haben und den Beruf, den man gerne macht, endlich wieder zumindest "a bissl" ausüben zu können".

Plan B für den Muttertag 2020

Auch bei Michaela Frech aus Steyr bringt das Virus liebgewonnene Muttertagstraditionen durcheinander. "Normalerweise mache ich mit meiner Mutter Renate Wallner immer einen Ausflug, während dessen wir dann unter anderem gut essen gehen", erzählt sie. Da die Restaurants aber coronabedingt noch zu haben, meine Mutter aber nicht nur gerne gut isst, sondern sich auch in der freien Natur täglich bewegt, gibt es heuer folgendes Alternative: Zuerst im Park spazieren und dann ein Picknick mit allem, was sie besonders mag: Salzstangerl, Neuburger, Mortadella, Oliven, kleine selbst gebackene kleine Schnitzerl und faschierte Laibchen, dazu als Aperitif einen gut gekühlten Winzersekt und selbst gebackene Buchteln mit unterschiedlichen Marmeladesorten gefüllt", schreibt Frech. Und als I-Tüpfelchen spielt Schwiegersohn Till ein Ständchen auf der Geige. "Ich bin mir sicher, auch so wird das heuer ein wunderbarer Ausflug, nur ebenein bisschen anders als sonst." (bar/had)

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