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Endlich Ferien! Warum das Leben in den nächsten Wochen noch schöner ist

Von Barbara Rohrhofer, Claudia Riedler   06.Juli 2019

Endlich Ferien! Warum das Leben in den nächsten Wochen noch schöner ist
In den Ferien gibt es genügend Gelegenheiten, um Abenteuer zu erleben: zum Beispiel einmal im Zelt übernachten, ganz ohne Eltern, nur mit Freunden.

Die Zeugnisse sind verteilt, der Schulstress ist Geschichte. In den kommenden zwei Monaten steht die Welt für Schüler, Lehrer und Eltern kopf.

1 Lange aufbleiben ist jetzt erlaubt – und es ist nicht einmal ungesund. Ob man vor oder nach Mitternacht schlafe, sei egal, sagt Bernhard Baumgartner, Leiter des Schlaflabors am Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck. "Richtig ist, dass der Schlaf insbesondere in den ersten beiden Stunden nach dem Einschlafen am tiefsten ist. Auch wenn man also nicht vor Mitternacht zur Ruhe kommt, ist ein gesunder Schlaf möglich."

2 Jeden Tag ins Freibad – kein Problem, wenn das Wetter mitspielt. Das einzige, was es zu bedenken gibt: Sonnenschutz. "Der beste Platz an der Sonne ist im Schatten", sagt OÖN-Doktor Johannes Neuhofer. Fünf Sonnenbrände in der Kindheit verdoppeln das Hautkrebsrisiko im Erwachsenenalter. "Die Haut hat ein Elefantengedächtnis: Sie vergisst nie", sagt Neuhofer.

3 Keine lästigen Termine: Die leeren Blätter des Terminkalenders gehören zu den schönsten Seiten des Sommers. Keine Schularbeiten zu schreiben oder auch zu korrigieren. Die beste Zeit, mit etwas Neuem zu beginnen, zum Beispiel mit täglicher Bewegung: "Es braucht etwa drei Wochen, bis man sich an eine Verhaltensänderung gewohnt hat", sagt Sportwissenschafter Jürgen Seifried.

4 Zeit für Langeweile: Wenn die Tage nicht durchgeplant sind, bleibt für den Nachwuchs viel Zeit fürs Nichtstun. Die Aussage "Mir ist so fad!" sollten Eltern dabei durchaus positiv bewerten. "Indem Kinder etwas ohne Druck entstehen lassen, drücken sie ihr Inneres aus und spüren, sie sind jemand", sagt Familientherapeutin Andrea Holzer-Breid von "beziehungleben". Langeweile zu haben sei für Kinder zwischenzeitlich wichtig.

5 Auswärts schlafen: Auch in der schulfreien Zeit kann man viel lernen. Zum Beispiel, dass man schon alt genug ist, um woanders zu schlafen. Ob bei Freunden, bei der Oma oder im Ferienlager – hier lassen sich ganz neue Erfahrungen sammeln: die erste Mitternachtsparty, Chips im Bett essen, gruselige Filme anschauen.

6 Volles Haus: Auch für berufstätige Eltern sind die Ferien eine besondere Zeit. Wenn die Kinder, die sonst im Kindergarten, im Hort oder an ihrem Studienort sind, plötzlich den ganzen Tag das Haus beleben, muss mehr als sonst organisiert werden. Im besten Fall überträgt sich die fröhliche Ferienstimmung auf die ganze Familie.

7 Urlaubsgeschichten: Ob Südafrika, Italien oder Salzkammergut – die Urlaubs-Heimkehrer haben viel zu erzählen und noch mehr Fotos herzuzeigen. Einladungen bei Freunden werden deshalb oft zu Gratis-Reisevorträgen. Das schürt hoffentlich die Vorfreude auf den eigenen Urlaub. Und damit beginnt auch schon die Erholung. Holländische Wissenschaftler haben festgestellt: Künftige Urlauber sind glücklicher als Menschen, denen kein Urlaub bevorsteht. Ein Forscherteam in Kalifornien hat zudem herausgefunden, dass freudige Erwartung die Stresshormone reduziert.

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14. Dezember 2019