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Corona führt nicht zu mehr Trennungen

Von OÖN   30.März 2021

Corona führt nicht zu mehr Trennungen
Stabile Beziehungen halten

Paare stehen in der Pandemie vor neuen Herausforderungen. Getrennt lebende Paare mussten Distanzen überwinden und zusammenlebende waren gezwungen, den Alltag rund um die Uhr auf engstem Raum zu meistern. Eine Studie der Universität Innsbruck zeigt nun, dass die Pandemie nur wenig Einfluss auf die Qualität der Beziehungen hat. Eine steigende Unzufriedenheit konnte nicht festgestellt werden, heißt es.

Liebe und Sex in der Krise

"Erstaunlicherweise konnten wir nicht bestätigen, dass es zu vermehrten Konflikten oder Trennungen gekommen ist", erklärte Studienleiter Marcel Zentner, Professor am Institut für Psychologie. Es habe sich sogar das Gegenteil gezeigt: Vor allem jene, die bereits vorher in ihrer Beziehung zufrieden waren, waren es zumeist auch nach Ausbruch der Pandemie. Allerdings beobachteten die Wissenschafter, dass sich Beziehungszufriedenheit und sexuelle Zufriedenheit veränderten. "Besonders zu Beginn der Pandemie gab es bei nicht zusammenlebenden Personen einen Einbruch der Beziehungszufriedenheit, insbesondere bei der sexuellen Zufriedenheit. Es scheint aber so, als hätten sich die Paare im November wieder erholt und ihr Zufriedenheits-Level von vor der Pandemie erreicht."

Vor allem Menschen mit einem sicheren Beziehungsstil – also mit wenig Angst davor, verlassen oder betrogen zu werden – seien während Corona zufriedener gewesen.

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06. Mai 2021