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Familie

Bei geringer Bildung bleibt die Familie oft kleiner

30. Juli 2022 00:04 Uhr

Bei geringer Bildung bleibt die Familie oft kleiner
Gut gebildete Partner entscheiden sich eher für mehr Kinder.

Studie: Bei geringer Bildung eines Elternteils bleibt die Familie oft kleiner als bei gut gebildeten Paaren.

Das zeigt eine Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung, für die Daten aus 22 europäischen Ländern – darunter Österreich – analysiert wurden.

Demnach werden in Partnerschaften, in denen mindestens ein Elternteil einen niedrigen Bildungsabschluss hat, seltener Geschwisterkinder geboren, als wenn beide Elternteile einen Fachschul- oder Hochschulabschluss haben. Wann und wie viele Kinder in einer Partnerschaft geboren werden, hängt immer auch von den Ressourcen des Paares ab. Diese werden stark von Erwerbstätigkeit, Einkommen und damit auch vom Bildungsabschluss bestimmt. Speziell für gering Gebildete mit oft nur unterdurchschnittlichem Einkommen kann der Bildungsstand des Partners beziehungsweise der Partnerin ausschlaggebend für die Entscheidung für oder gegen ein weiteres Kind sein.

Große Unterschiede im Norden

Vor allem im Norden Europas sind die Unterschiede erheblich: Dort ist die Wahrscheinlichkeit für die Geburt eines zweiten Kindes bei zwei gut gebildeten Partnern zwei bis fünf Jahre nach der Erstgeburt etwa viermal so groß wie bei zwei gering gebildeten Partnern. Möglicherweise seien Paare mit geringer Bildung in den nordischen Ländern bei der Entscheidung für ein weiteres Kind mit den meisten Einschränkungen konfrontiert, was angesichts des hohen Maßes an sozialstaatlichen Transferleistungen für Familien in dieser Region bemerkenswert sei, schreiben die Wissenschafter.

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