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Essen & Trinken

Versteckte Käfigeier in Osterpinzen? Bäckereien und Supermärkte legen Haltungsformen offen

Von nachrichten.at   31. März 2021 10:34 Uhr

Topfengolatschen

LINZ/WIEN. Welche Eier werden für Golatschen, Pinzen & Co. verwendet? Gemeinsam mit der Tierschutzorganisation Vier Pfoten hat die Arbeiterkammer Oberösterreich heimische Bäckereien und Selbstbedienungs-Backshops in Supermärkten überprüft.

27 Bäckerei-Ketten und sechs Supermärkte haben auf Nachfrage offengelegt, woher die Eier für ihre Backwaren stammen. Das Ergebnis: Für verarbeitete Produkte kommen hauptsächlich Eier aus Bodenhaltung zum Einsatz. Allerdings wird bei Frühstücksangeboten wie Eierspeisen oder Aufstriche auf Bio und Freilandhaltung Wert gelegt.

Insgesamt stellten die Konsumenten- und Tierschützer einen positiven Trend fest: "Bei den meisten Bäckereien ist ein Bemühen, Eier aus Österreich zu beziehen, erkennbar. 17 von 29 Bäckereien verwenden ausschließlich österreichische Eier, der Rest stammt aus anderen europäischen Ländern", heißt es am Mittwoch in einer Aussendung der Arbeiterkammer Oberösterreich. 

Die Überprüfung zeigte auch, dass bereits fünf Bäckereien ausschließlich Biofreilandeier aus Österreich verarbeiten, darunter die oberösterreichische Bäckerei Brotsüchtig.

Für den Check wurde auch bei den Supermärkten Billa, Lidl, Hofer, Merkur, Penny und Spar nachgefragt. In den Produkten, die sie in ihren Selbstbedienungs-Backshops anbieten, stecken zwar vorwiegend Eier aus Bodenhaltung, teilweise finden sich aber auch Freilandeier in den Backwaren. Anzumerken ist, dass nur Hofer und Lidl Dokumente offengelegt haben, die die Haltungsformen belegen. 

Bei frischen Eiern muss verpflichtend eine Herkunft angegeben werden, bei verarbeiteten Produkten und in der Gastronomie ist das nicht der Fall. "Damit bleibt der Ursprung von mehr als 60 Prozent aller in Österreich konsumierten Eier im Dunkeln", so die AK, die eine "Schließung der Kennzeichnungslücke" fordert. 

Übrigens: Auch bunte Eier müssen genauso wenig gekennzeichnet werden wie verarbeitete Eier. "Um sicherzugehen, achten Sie auf Gütesiegel oder kaufen Sie am besten Bio- oder Freilandeier und färben sie für das Osterfest selbst", teilte Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) am Mittwoch via Aussendung mit.

Die Ergebnisse im Detail:

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