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Das besondere Bierlokal in Freistadt

Von Philipp Braun 20. September 2019 00:04 Uhr

Das besondere Bierlokal in Freistadt
Buchautor, Wirt und Genießer: Christoph "Foxi" Rudelstorfer.

FREISTADT. In "Foxi’s Schlosstaverne" sind Biergenießer und Bonvivants bestens aufgehoben.

Ein Seidel oder eine halbe Bier? Die Zeiten, in denen das Nationalgetränk der Österreicher auf eine Maßeinheit reduziert wurde, lösen sich wie eine Schaumkrone langsam auf. Sicherlich fließen im Durchschnitt jährlich 104 Liter Bier durch die Kehlen der Österreicher. Aber trotz der beachtlichen Quantität legen die Konsumenten immer mehr Wert auf die Qualität und begnügen sich keineswegs mehr nur mit Maßeinheiten. Pils, Porters oder IPAs von aufstrebenden "Handwerks- und Kreativbrauereien" mischen den Markt auf. Vereinzelt zieht die Gastronomie mit und würdigt eine Vielzahl an Bieren auf der Karte.

Besonderes Bier-Engagement demonstriert "Foxi’s Schlosstaverne" in Freistadt. Mehr als 100 Biere und 100 Whiskeys sind gelistet; weiters zeugen 30 verschiedene Rum-Spezialitäten von einem beachtlichen Sortiment. "Das kommt gut an bei den Jungen. Die wollen immer mehr Qualität geboten haben. Bei uns gibt es auch keine Zwei- Euro-Cola-Rum-Trinker", sagt Christoph "Foxi" Rudelstorfer, der vor zweieinhalb Jahren das Wirtshaus von seinem Vater übernommen und Schwung nach Freistadt gebracht hat. Dass Foxi auch kochen kann, wissen aufmerksame Kochbuchleser. Zwei Bücher (Quergekocht 1 + 2) sind bereits erschienen, das dritte ist in Planung.

Variantenreich und bodenständig

Wie in den Kochbüchern wird auch im Wirtshaus variantenreich und international bodenständig gekocht. Schweinsbraten, Gulasch oder Krautfleckerl würdigt der ehemalige "Flying Cook" genauso, wie eine Fülle an indischen vegetarischen Speisen, pikanten Thai-Gerichten oder japanisch inspirierten Suppen.

Rudelstorfer liebt die Internationalität und setzt im eigenen Wirtshaus ganz pragmatisch das um, was er gerne kocht und ihm "geschmacklich taugt".

Das besondere Bierlokal in Freistadt
Caribbean Chicken Curry

Im Falle des Mittagsmenüs ist das zum Beispiel ein Red Lentil Dhal Curry (9,50 Euro) oder ein Caribbean Chicken Curry mit Kartoffeln (10,90 Euro) mit jeweils einer Zwiebel-Pilz-Suppe. Auch wenn die Suppe nicht klassisch französisch zubereitet wurde, sie weckt die Lebensgeister und ist mit opulentem und dichtem Aroma vollgepackt. Der Dhal (Eintopf aus Hülsenfrüchten) gelingt herrlich cremig, durchaus pikant und verleitet zur Maßlosigkeit. Ebenso das Hühnercurry, welches geschmacklich brilliert und für die Seele feinstes Futter darstellt.

Schinkenspätzle (7,80 Euro) sind leider nur von einer kompakten Schicht Käse bedeckt und nicht miteinander verwoben. Bei den Nachspeisen waren die selbstgemachten Palatschinken mit Preiselbeeren (4 Euro) aus. Egal, man könnte sich zur Abwechslung einen Whiskey oder ein aromatisches Spezialbier mit Restsüße gönnen.

Artikel von

Philipp Braun

Kulinarik-Redakteur

Philipp Braun
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