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Aufgedeckt

Frische Fische einfach und perfekt zubereitet

23. September 2011 00:04 Uhr

aufgedeckt
Mediterran ist Montenegro allemal, Griechenland ist nicht weit, aber schmeckt zum Teil anders.

2004, kurz nachdem die aus Montenegro stammende Familie Barlovic das „Mediterran“ eröffnet hatte, wurde das kleine Balkan-Restaurant (das eher ein gutes Gasthaus ist) schon einmal gelobt. Hat das Qualitätsversprechen von damals gehalten?

Grund für den zweiten Test: Nachdem die OÖNachrichten beklagt hatten, es gebe in Linz kein gutes Fischrestaurant, protestierten Leser: „Das ,Mediterran‘ bietet prima Fische!“

Zwei Mal haben wir hier im September gespeist. Mit den Fischen waren wir sehr zufrieden. Wir bezweifeln nicht die Versicherung des Wirtes, bei ihm liege kein Fisch in der Tiefkühltruhe. Zwei bis dreimal wöchentlich werde aus Italien und Frankreich frisch geliefert.

Vorspeisenteller: Seitenblicke Griechenland, u. a. bestes Tarama und Tzaziki, feine Melanzanicreme und mäßige, nicht hausgemacht wirkende, gefüllte Weinblätter (8,50 Euro). Fisch wird hier diskret, aber nicht fad gewürzt, perfekt gebraten, keine Minute zu lang, keine zu kurz, krosse Haut, innen leicht glasig. Fischplatte, 43 Euro, zwei Hungrige werden satt: Rotzunge, Goldbrasse, Garnelen, Sardellen, Tintenfische, frisches, etwas zu weich gegartes Gemüse. Ebenso tadellos die Seezunge im Ganzen (21 Euro mit Gemüse). Die gegrillten Calamari sind in ihrer zarten Weichheit kaum zu überbieten. Schwarzer Risotto Ulcinj (Tintenfisch und Tinte): Geschmacklich toll, die Tintenfischstücke butterweich, der Reis zu weich-patzig. Aber vielleicht ist das in der montenegrinischen Stadt Ulcinj so Risotto-Tradition? Wer Süßwasserfische bevorzugt, ist mit dem gegrillten Saibling (14 Euro) sicher zufrieden.

Wer Fleisch lieber hat, findet viele Grillgerichte, wir hatten aber Lust auf den im Ofen geschmorten Lammbraten. Weich, mediterran gewürzt, feiner Natursaft (15 Euro mit Beilagen). Der Rehkitzbraten (13,50) war zu weich, wirkte mehr gekocht als gebraten, die Würzung fad. Wir hätten bei Fisch bleiben sollen. Bessere Cevapcici allerdings wird man in Linz kaum finden. Ein besseres Musaka (12,50) aber durchaus. Sind wir, wenn wir mit griechischem Moussaka vergleichen, vielleicht ungerecht, ist das „Mussaka“ eine Montenegro-Variante? Das könnte auch für Baglawa (4 Euro) gelten: palatschinkenweich, mehr teigig, als nussig, erinnert nur entfernt an Baklava.

Dass wir die Hälfte des Baglawa überließen, blieb nicht unbemerkt. Das Dessert fehlte auf der Rechnung.

Die Fischgerichte verdienen mindestens vier Kochlöffel. Schade, dass wir „alles inklusive“ nur drei geben können.

Familiär
Die Wirtin kocht, der Wirt und der Sohn bedienen nett und fröhlich. Die Familie ist auch an Sonntagen fleißig.

Weinkarte
Gute, preisgünstige Auswahl.

Ambiente
Nett, ein bisserl mediterran, Motto: „Möbel Leiner unterwegs“. Schanigarten. Im Lokal Rauchverbot.

Fische
Zwei bis dreimal wöchentlich wird frisch geliefert.

Mediterran
Kategorie: Restaurant
Linz/Urfahr, Rosenauerstraße19
0732 / 73 98 97;
Dienstag bis Freitag und Sonntags mittags und abends, Samstag nur abends.
Montag Ruhetag

 

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