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Aufgedeckt

Ein Hort der Herzlichkeit

Von Philipp Braun   14. Dezember 2018 00:04 Uhr

Ein Hort der Herzlichkeit
Sabine Eisner und Florian Eckmair

Die Stube im Maximilianhof in Altmünster begeistert durch Kordialität und gute Küche

Sie glänzt, sie funkelt und sie strahlt: Die Maximilianstube in Altmünster, eine der ältesten Weinstuben Österreichs, wurde im September frisch eröffnet und gastronomisch neu ausgerichtet.

Im historischen Wirtshaus vereinen sich Kunst, Eleganz und Moderne unter einem Dach. Ein gemütlicher Schleiß-Ofen, Gemälde des österreichischen Malers Franz von Zülow und eine moderne Bar mit Kupferelementen fügen sich in das Gesamtkunstwerk ein.

"Das wär voll meins", verkündete Krankenschwester und Fitnesstrainerin Sabine Eisner und übernahm im Mai die Maximilianstube von Hermann Gruber und Gerhart Hinterwirth. Ein paar Monate ließ sie das Lokal noch als Heurigen laufen, ehe sie es im August umbaute und mit einem neuen Konzept startete.

Das Lokal ist vom Zigarettenqualm befreit und zudem barrierefrei. Auf kulinarische Gelüste antwortet Florian Eckmair mit Kreativität und handwerklicher Expertise. Der Gast kann aus einer "Wald und Wiesen"-Karte mit saisonalen und modern interpretierten Gerichten oder traditionellen Speisen wählen. Und "einmal in der Woche darf Flo total verrückt sein. Dann wird man mit Thai-Beuschl und Reisbällchen überrascht", sagt Frau Eisner, deren freundliche und zuvorkommende Art das ganze Team mitreißt.

Kulinarisch grüßt das Haus mit Leberpralinen und glacierten Apfelspeigerln. Fruchtige Säure, angenehme Süße und eine mollige Cremigkeit der Praline mit einem knusprigen Mantel lassen den Nebel vergessen – ein schönes Herbstgericht.

Die Karotten-Ingwersuppe (4,90 Euro) ist samtig und vermag die Grippegeister zu vertreiben, auch wenn die Ingwerschärfe etwas verblasst.

Sehr fein gelingt der karamellisierte Ziegenkäse (7,90 Euro) mit selbstgemachten Chutneys. Der weiche Käse, dazu die knusprige, dezent bittere "Karamell-Oblate" schaffen ein angenehmes Mundgefühl.

Die Herbstzeit würdigt der Koch mit einem Potpourri an Wildgerichten. Zusammengefasst sind sie im Wildererpfandl (18,90 Euro).

Ein butterweiches Rehragout, dazu gschmackiger Wildknödel und ein etwas üppiges Reh-Cordon-Bleu, gefüllt mit Dörrzwetschken und Speck, gewuzelt in einer Hanfpanier.

Eckmairs Liebe zu Farbe und Textur schmeckt man auch beim Zander im Herbstbierbackteig (14,90 Euro). Das dezent gewürzte Gerstlrisotto mit Roten Rüben gelingt herrlich schmierig, der saftige Fisch mit guter Panier und "knackiger" Kernölmayonnaise vereint sich zu einem bravourösen Backfisch.

Als Nachspeise wird ein "Nikolaussackerl" (9,90 Euro) empfohlen. In dieser Zusammenschau der Desserts treffen sich Zimtparfait, Lebkuchentiramisu und Mandelpralinen auf Bratapfelcreme.

Dieser wohlig süße Dreiklang lässt einen geschmeidig in den Winter eintauchen.

*****

OÖN-Wertung

Küchenleistung: fünf von sechs Kochlöffeln

Tipp! Jeden Donnerstag gibt es von 9 bis 13 Uhr „Kesselhoasse“
 

Die Stube
im Maximilianhof
Kategorie: Wirtshaus
Maximilianstraße 1, 4813 Altmünster
Telefon: 0664/1821188
Ruhetage: Montag, Sonntag
www.maximilianstube.at

 

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