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Essen & Trinken

Mein Lieblingskeks!

14. November 2020 00:04 Uhr

Mein Lieblingskeks!
Kekserl backen! Ein Vergnügen für Groß und Klein – der Geruch des Weihnachtsgebäcks bleibt ein Leben lang in der Nase.

Die OÖNachrichten begeben sich in der Vorweihnachtszeit auf die Suche nach ganz persönlichen Lieblingskeksen.

Wenn der Duft von Vanillekipferl durchs Haus zieht, kehren unweigerlich Erinnerungen an die eigene Kindheit zurück: an die Oma, die ihre Kekserl stets in großen Dosen im Schlafzimmer aufbewahrte, und zwar ganz oben auf dem Kleiderkasten.

Ihren "Hausfreund", wie sie die Keks-Klassiker aus Haselnüssen und Rosinen nannte, servierte sie immer erst am Heiligen Abend. Und keinen Tag früher!

Selbst gebackene Kekserl gehören für die Mehrheit der Österreicher nach wie vor ganz einfach zum Advent.

Das Backen ist längst nicht mehr nur Frauensache: 55 Prozent der Frauen und immerhin 37 Prozent der Männer wollen ihre Kekserl selbst machen. Mit der größten Begeisterung tut das die Gruppe der 50- bis 59-Jährigen. Aber auch mehr als die Hälfte der 30-Jährigen backt Kekserl gerne selbst. Mit dem Vernaschen des Selbstgebackenen wartet der Großteil nicht bis zum Heiligen Abend. 84 Prozent naschen sofort nach dem Backen beziehungsweise die gesamte Adventzeit.

Am allerliebsten gegessen werden von den Österreichern Vanillekipferl, gefolgt von Linzer Augen, Lebkuchen und Rumkugeln.

Mein Lieblingskeks!
Vanillekipferl, Linzer Augen und Lebkuchen sind die klaren Favoriten.

Wunderbarer Weihnachtsduft

Ob Kokosbusserl oder Butterstangerl – keine Zeit im Jahr verbinden wir so sehr mit wunderbaren Gerüchen wie den Advent. Das hat mit unendlich vielen Zellen in der Nase zu tun. Und mit einem Teil unseres Gehirns, der Mandelkern heißt. Wir Menschen haben rund 350 verschiedene Riechrezeptoren beziehungsweise Riechzelltypen in der Nase. Und jeder ist für einen Duft zuständig. Weihnachtsduft erzeugt bei den meisten Wohlbefinden. Duftmoleküle wirken aber auch direkt, wenn sie über die Haut oder über die Atmung in die Blutbahn und damit bis ins Gehirn gelangen. Dort angelangt, lösen sie besagte Erinnerungen aus. An die Kindheit, an Geborgenheit und die Großmutter mit ihren "Hausfreunden".

Brabanter Krapferl

„Diesen Kekserln verdanke ich doch tatsächlich meine Kochleidenschaft“, sagt OÖNachrichten-Kulinarik-Experte Philipp Braun.

Brabanter Krapferl

Zutaten: 18 dag griffiges Mehl, Vanillezucker, 7 dag Zucker,
1 Teelöffel Zimt, 18 dag Butter, 1 Teelöffel Backpulver, 9 dag Nüsse, 1 Dotter; Ribiselmarmelade, Schokolade, Pinienkerne.

Zubereitung: Teig rasch zubereiten, kühl stellen, rasten lassen, ausrollen, Kreise ausstechen, bei 160 Grad backen, bis sie Farbe bekommen, rausnehmen, auskühlen lassen, je zwei mit Ribiselmarmelade füllen, Schokolade mit Butter schmelzen (lippenwarm), Kekse mit Schokoglasur überziehen, mit Pinienkernen oder Walnüssen verzieren.

Florentiner

Mit einem neuen Kochbuch zu ihrer Fernsehserie „Silvia kocht“ macht Moderatorin Silvia Schneider Hobbyköchen kreative Rezepte schmackhaft. Eine ihrer liebsten Kekssorten sind Florentiner.

Florentiner

Zutaten und Zubereitung: 250 ml Schlagobers mit 60 g Butter, 200 ml Honig und 400 g Kristallzucker kurz aufkochen und danach 500 g Mandelsplitter einrühren. Die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen und im Ofen bei 160 Grad zirka eine halbe Stunde braun backen. Einige Stunden, besser über Nacht, trocknen lassen, in Rauten schneiden und zur Hälfte in geschmolzene Kuvertüre tauchen. Auf einem Gitter trocknen lassen.

Jindraks Vanillekipferl

Leo Jindrak, Konditormeister aus Linz und Vizepräsident der Wirtschaftskammer OÖ liebt Vanillekipferl über alles. „Weihnachten ohne Vanillekipferl? Für mich undenkbar. Und es ist unglaublich, wie viele Macharten es für diese Kekssorte gibt. Die einen sagen, es gehören Walnüsse hinein, andere schwören auf Mandeln – ich bevorzuge gerösteten Haselnüssen.“

Jindraks Vanillekipferl

Zutaten: 60 dag Mehl, 20 dag geriebene, geröstete Haselnüsse, 45 dag Butter, 15 dag Staubzucker, 1 dag Zimt, 1 dag Backpulver, 1 Packerl Vanillezucker und Staubzucker zum Anzuckern.

Zubereitung: Butter mit Zucker, gerösteten Haselnüssen, Mehl, Zimt und Backpulver zu einem geschmeidigen Mürbteig verarbeiten. Diesen 60 Minuten im Kühlschrank rasten lassen. Den Teig zu kleinfingerdicken Rollen formen, diese in ca. 5 cm lange Stücke schneiden. Zu Kipferln formen (gleichmäßig, kein Spitz am Rand!) und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Im vorgeheizten Rohr bei ca. 190° hell (ca. 10 min.) backen. Staubzucker mit dem Vanillezucker vermischen und die Kipferln noch heiß anzuckern.

Lebkuchen in Schokolade

„Kekse sind unsere Währung“, sagen Oberösterreichs Goldhaubenfrauen, die als größter weiblicher Charity-Club im Land jährlich 750.000 Euro an Spenden sammeln. Diese Summe kommt durch den Keks-Verkauf zusammen. Landesobfrau Martina Pühringer hat ein erklärtes Lieblingskeks, den Lebkuchen mit Schokolade. „Mein Mann hat so eine Freud’, dass ich schon gebacken habe. Das ist die beste Einstimmung auf den Advent“, sagt sie.

Lebkuchen in Schokolade

Zutaten: 4 ganze Eier, 28 dag Kristallzucker, Lebkuchengewürz, 4 dag Aranzini, 14 dag geriebene Nüsse, 7 dag Rosinen, 21 dag Mehl, ½ Kaffeelöffel Hirschhornsalz, Schale einer Zitrone, Ribiselmarmelade, Schokoglasur

Zubereitung: Die Eier mit dem Kristallzucker und dem Lebkuchengewürz sehr flaumig rühren. Aranzini und Rosinen fein hacken, Nüsse, Mehl, Hirschhornsalz und Zitrone untermischen. Auf einem Backblech circa 25 Minuten bei 170 Grad backen. Nach dem Auskühlen mit Ribiselmarmelade bestreichen und mit Schokoladeglasur überziehen. Das Schneiden in Würfel gelingt am besten, wenn alles gut ausgekühlt ist.

Butterstangerl

Wenn Oberösterreichs Landwirtschaftskammer-Präsidentin
Michaela Langer-Weninger Weihnachtskekse macht, dann sind Butterstangerl auf jeden Fall dabei. „Die erinnern mich an meine Oma. Die hat es immer gegeben, wenn wir Kinder bei ihr zu Besuch waren. Und die waren immer etwas ganz Besonderes“, erzählt die Biobäuerin aus Mondsee, die sich die Stangerl gerne „auf der Zunge zergehen lässt“.

Butterstangerl

Zutaten: 250 g Mehl, 250 g Butter, 2 Dotter, 2 EL Sauerrahm, 1 EL Apfelessig, Prise Salz; 2 Eiklar, 350 g Staubzucker, Prise Salz

Zubereitung: Mehl mit Butter, Dotter, Sauerrahm, Essig und Salz zu einem geschmeidigen Teig kneten. Diesen zugedeckt 1–2 Stunden (ideal über Nacht) rasten lassen. Teig ausrollen, kleine Stangerl (ca. 3 x 1 Zentimeter) schneiden und aufs Blech legen.

Für den Belag: Eiklar mit Staubzucker und einer Prise Salz zu einem festen Eischnee schlagen. Den Eischnee auf die Stangerl aufspritzen oder aufstreichen und im vorgeheizten Backrohr (180 Grad) hellgelb backen.

 

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