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Essen & Trinken

Lasst uns mehr Schaumwein trinken

Von Philipp Braun   04. Oktober 2019 00:04 Uhr

"Sehr guten" Sekt gibt es auch für wenig Geld
Mit einem Glaserl Sekt auf das neue Jahr anstoßen – das gehört für viele dazu. (vowe)

Schlumberger trotzt den Marktentwicklungen und steigert Umsatz

Schaumwein verführt das ganze Jahr und löst sich aus dem Rahmen des Anlassgetränkes. Großen Erfolg mit der Etablierung heimischen Sektes, nicht zuletzt mit der Schaffung der Sektpyramide, hat das Unternehmen Schlumberger. Vor fünf Jahren feierte man den 200. Geburtstag des Firmengründers Robert Alwin Schlumberger, der als einer der ersten in Österreich Schaumwein nach Art des französischen Champagners herstellte. Heute zählt Schlumberger zu den wichtigsten Sektproduzenten. Die OÖNachrichten baten Walter Wallner, Geschäftsführer bei Top Spirit und Verkaufsdirektor von Schlumberger zum Interview.

 

OÖNachrichten: Vor fünf Jahren wurde die Schaumweinsteuer, ein Euro pro Liter, wieder eingeführt. Laut Steuerreform soll sie mit 1. April 2022 wieder fallen. Erleichtert?

Walter Wallner: Aufgehoben ist die Steuer dann, wenn dieser Beschluss auch umgesetzt wird. Wir haben von Anfang an diese Steuer bekämpft und sind überzeugt, dass auch die neue Regierung die Wettbewerbsverzerrung und Benachteiligung österreichischer Sekthersteller nicht gut heißen kann.

Wen hat die Steuer am meisten getroffen?

In erster Linie geht es uns um Wettbewerbsgleichheit. Wenn Steuern eingehoben werden, sollen die auch für Prosecchi gelten. Was auch klar ist. Bei einer Positionierung über zehn Euro fällt der Euro weniger ins Gewicht. Wenn österreichischer Sekt allerdings darunter kostet, hat das massive Einbußen zur Folge. Die Konsumenten sind preissensibel, greifen lieber zum Prosecco, und die negative Marktentwicklung bei Sekt ist seit 2014 bekannt.

Zieht beim Wein die regionale Herkunft nicht?

Bei Stillweinen schon, bei Schaumweinen weniger. Aber wir sehen den Silberstreif am Horizont. Mit dem stärkeren Bewusstsein der Konsumenten wird sich das ändern. Es benötigt aber vom Servicepersonal mehr Erklärung. Qualitätsmäßig müssen wir uns nicht verstecken. In Blindverkostungen gewinnt österreichischer Sekt regelmäßig gegen Champagner.

Wird Sekt aus Österreich auch im Ausland getrunken?

Wir werden für den verstärkten Exportfokus belohnt. Das Exportgeschäft wächst in Summe um rund 16 Prozent. Bei Schlumberger geht jede dritte Flasche ins Ausland. Der Absatz ist im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent gestiegen.

Sekt wird verstärkt als Speisenbegleiter empfohlen. Sehen sie das auch so?

Sekt kann mit Wein und jedem Fleisch- und Fischgericht mithalten und passt perfekt. Wir versuchen den Konsum vom Anlass wegzubringen. Kein Österreicher traut sich, ohne Sekt das Neue Jahr oder Geburtstag zu feiern. Über 51 Prozent des Umsatzes machen wir im vierten Quartal mit Weihnachten und Silvester als "Sekt-Spitzen". Sekt kann aber viel mehr. Wir spielen das Klavier der ganzen Bandbreite und haben heuer mit unserer limitierten Rosé-Edition "Sparkling Spring" eine zweite Sekt-Hochsaison im Frühjahr eingeläutet. Rosé-Sekt hat mittlerweile über zehn Prozent Marktanteil. Seit 2011 wurde die Kategorie Rosé mehr als verdoppelt und wir sehen heuer bei Schlumberger-Rosé-Produkten ein Plus von 25 Prozent.

Sparkling Lounge: Am 10. Oktober (16 bis 22 Uhr) präsentieren 21 Winzer und Händler im Design Center ihre prickelnden Produkte. Vorverkaufsticket: 19 Euro (mit OÖNcard 16 Euro).

www.eventbrite.at

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