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Essen & Trinken

Je dunkler die Beere, umso gesünder

Von Valerie Hader  23. Juni 2020 00:04 Uhr

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Jetzt ist Pflücksaison: Die kleinen Früchte stecken voller wertvoller Inhaltsstoffe

Erdbeeren, Himbeeren, Ribisel, Heidelbeeren und natürlich die Brombeeren: Einige Früchte sind schon reif, andere werden es in den nächsten Wochen. "In den vergangenen Jahren waren wir bei der Ernte früher dran. Durch die regnerische und kühle Witterung haben wir heuer aber wieder ein normales Jahr", sagt Heimo Strebl, Obstbaureferent der Landwirtschaftskammer Oberösterreich (LK OÖ). Doch egal, wann man sie pflückt – für alle Beeren gilt: Frisch schmecken sie am besten.

Und noch etwas gilt es zu beachten: "Die Früchte reifen nicht nach, deshalb sollten sie nur reif geerntet beziehungsweise gekauft werden. Nur dann entfalten sie auch ihren vollen Geschmack und ihre ganze Kraft." Letztere verdanken sie vor allem den enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen. Diese wirken sich nachweislich positiv auf die Verdauung und das Herz-Kreislauf-System aus. "Beeren werden in der Regel züchterisch nicht so bearbeitet wie andere Obstsorten, deshalb profitieren wir von der gesamten Fülle der guten Inhaltsstoffe."

Die Früchte sind auch gut für die Haut, weil sie viel Wasser enthalten. "Dazu kommen Vitamine, Mineralstoffe wie etwa Kalium und natürlich die Farbstoffe, die sogenannten Anthocyane, die sogar einen gewissen Schutz vor der Sonne bieten. "Je dunkler die Beeren, desto mehr des gesunden Farbstoffs enthalten sie", sagt Experte Heimo Strebl. "Und natürlich nicht zu vergessen: Sie schmecken auch noch herrlich!"

Erdbeeren

Die Erdbeeren eröffnen jedes Jahr den Reigen und haben bereits seit Wochen Hochsaison. Sie gehören zu den absoluten Lieblingsfruchtsorten der Österreicher, nicht umsonst wird die leuchtend rote Frucht auch „Königin der Beeren“ genannt. Heimo Strebls Tipp: „Erdbeeren immer mit dem Kelch pflücken und lagern, dann tritt der Saft nicht aus und sie bleiben länger frisch.“ Dennoch sollten die Früchte möglichst schnell konsumiert oder verkocht werden. Möglichkeiten dafür gibt’s genug. „Ob süß oder pikant: Bei Erdbeeren gibt’s kulinarisch fast keine Grenzen.“

Ribisel

Die meisten sagen Ribisel, sie ist aber auch als Johannisbeere bekannt. Das liegt daran, dass sie rund um den Johannistag, also den 24. Juni reif werden, sagt Strebl. Die Früchte gibt es in rot, weiß und schwarz, alle drei sind im Garten relativ leicht anzubauen. Auch sie sind dank ihres hohen Säuregehalts sehr gesund. Und es heißt ja wahrscheinlich nicht umsonst „sauer macht lustig“.

Himbeeren

„Eine edle Frucht“, sagt Heimo Strebl. Dank ihres feinen Geschmacks und Geruchs zweifellos eine der beliebtesten Beeren. „Und sehr sensibel.“ Himbeeren sind kaum lagerfähig und sollten rasch gegessen oder weiterverarbeitet werden. Herrlich sind sie natürlich zu Mehlspeisen, mit Eis oder Schokolade oder als Marmelade.

Brombeeren

Die süß-säuerlich schmeckenden Früchte, die erst im Hochsommer reif werden, sind nicht ganz so beliebt wie die anderen Beeren. „Das liegt wohl daran, dass die besonders schmackhaften Sorten spitze Dornen haben – und ernten mit Handschuhen ist ja nicht so lustig“, sagt Heimo Strebl. Generell seien Brombeeren dank ihrer dunklen Farbe sehr gesund und eignen sich etwa hervorragend für Säfte und natürlich eingekocht als Marmelade.

Heidelbeeren

Sie gelten aufgrund ihres hohen Farbstoffgehalts als Superfood und Anti-Aging-Früchte. Hervorzuheben sind auch die Gerbstoffe in Heidelbeeren, die gegen Durchfall helfen sollen. Einziger Minuspunkt: blaue Zungen und Finger nach dem Pflücken und Essen. „Da hilft vielleicht Zitronensaft. Ansonsten gilt: abwarten, die Farbe verblasst bald wieder.“

Zwei fruchtig-frische Rezepte von Romana Schneider von der Landwirtschaftskammer:

Vanille-Topfencreme mit frischen Beeren Buttermilch- Beerendessert
Glück aus dem Glas!

Vanille-Topfencreme mit frischen Beeren

Zutaten: ½ l Milch, 3 EL Zucker, 1 Pkg. Vanillepuddingpulver, 250 g Magertopfen, ¼ l Naturjoghurt, 100–150 g Beeren der Saison, Zucker oder Honig nach Geschmack

Zubereitung: 5 EL der Milch mit Zucker und Puddingpulver verrühren. Milch in einem Topf zum Kochen bringen. Angerührtes Puddingpulver einrühren, kurz einkochen und erkalten lassen. Dazwischen immer gut durchrühren, damit sich keine Haut bildet. Topfen und Joghurt unter den Pudding rühren. Zuletzt Beeren unterrühren und in kleine Gläser füllen.

Tipp: Wer möchte, kann anstelle von Milch auch Apfel- oder Birnensaft verwenden – schmeckt besonders fruchtig.

Vanille-Topfencreme mit frischen Beeren Buttermilch- Beerendessert

Buttermilch-Beerendessert

Zutaten: ½ l Buttermilch, 5 Blatt Gelatine (oder ½ TL Agar-Agar), 2–3 EL Holunderblütensirup, 100–150 g Beeren, ev. Orangensaft und geriebene -schale

Zubereitung: Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Holunderblütensirup leicht erwärmen und die ausgedrückte Gelatine darin schmelzen. Buttermilch damit vermischen und mit Orangensaft und –schale verfeinern. Beeren gleichmäßig auf Gläser verteilen und diese mit der Buttermilchmischung auffüllen. Die Masse bis zum Verzehr im Kühlschrank min.

2 bis 3 Stunden stocken lassen.

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Valerie Hader

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