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Essen & Trinken

Glücksgewürz: Zimt, das stimmt!

Von Barbara Rohrhofer  16. Dezember 2020 00:04 Uhr

Glücksgewürz: Zimt, das stimmt!
Der Duft von Zimt soll bewirken, dass Botenstoffe wie Serotonin länger und intensiver wirken.

Duftender Zimt zaubert Weihnachtsstimmung und gute Laune in die Vorweihnachtszeit.

Süß, aromatisch, weihnachtlich: In der Adventzeit kommt man um Zimt kaum herum. "Allein sein Duft wirkt beruhigend. Man kann ihn mit Fug und Recht als echte Streicheleinheit fürs Gemüt bezeichnen", sagt Ernährungswissenschafter Christian Putscher: "Denn Zimt ist weit mehr als ein Gewürz, er wird auch wegen seiner vielfältigen Heilwirkung geschätzt."

In der Volksheilkunde hat Zimt jedenfalls seinen festen Platz. Ihm wird eine Vielzahl von Wirkungen auf die Gesundheit nachgesagt. So soll er desinfizierend, krampflösend, durchblutungsfördernd, beruhigend und stimmungsaufhellend wirken.

Seit rund 3000 Jahren dürfte die innere Rinde des Zimtbaumes in China als Gewürz in Verwendung sein. Sein Inhaltsstoff Cumarin – der ebenso in Waldmeister, Tonkabohne und Datteln enthalten ist – soll auch eine Senkung des Blutzuckers bewirken können.

Graue Laune vertreiben

Sein Duft sei außerdem in der Lage, kognitive Leistungen zu verbessern: In einer amerikanischen Untersuchung über verschiedene Gerüche und deren Einfluss auf unser Gehirn zeigte sich, dass Teilnehmer, die Zimtkaugummi kauten oder Zimt als ätherisches Öl einatmeten, gestellte Aufgaben besser lösen konnten.

In der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) gilt das Gewürz aus der getrockneten Zimtbaum-Rinde als Aphrodisiakum. Auch im Alten Ägypten war Zimt als Lustmacher bekannt, der besonders bei Männern die erotische Stimmung stärkt.

Viel alltäglicher mutet da eine andere Fähigkeit von Zimt an: Der Inhaltsstoff Cumarin entfaltet seine Wirkung im Gehirn und soll hier bewirken, dass Botenstoffe länger und intensiver wirken, auch jene, die für Lebensfreude verantwortlich sind. "Und Hand aufs Herz, stimmt uns der Duft von Lebkuchen und Apfelstrudel nicht freudig?", fragt der Ernährungswissenschafter.

Artikel von

Barbara Rohrhofer

Leiterin Redaktion Leben und Gesundheit

Barbara Rohrhofer
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