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Essen & Trinken

Leopoldistüberl lebt weiter

Von Karin Haas   30. November 2016 00:04 Uhr

Leopoldistüberl lebt weiter: Tragweiner Bierbrauer übernehmen Traditionslokal
Der Weinkelch bleibt. Aber ab Mai soll es zusätzlich mehr als 20 Biere geben, allen voran Tragweiner.

LINZ. Die Craft-Bierhersteller "Beer Buddies" sind gastronomisch auf dem Sprung nach Linz.

"Ich habe mich für das Konzept der Beer Buddies entschieden. Es ist das Beste", sagt Gerhard Stingeder, der Eigentümer des Leopoldistüberls in der Adlergasse 6 in Linz.

Das Gasthaus, versteckt neben dem Innenhof des Finanzgebäudes Ost beim Hauptplatz gelegen, war Kult in Linz. Groß war der Jammer, als es im Frühjahr zusperrte. Stingeders Vater Karl (84) hatte es 20 Jahre geführt, musste aber altersbedingt aufhören. Die legendären Hascheeknödeln, das Beuscherl und der Rostbraten drohten Geschichte zu werden. Obendrein steht das Haus, dessen Wurzeln ins 14. Jahrhundert zurückgehen, unter Denkmalschutz.

Nun dürfte das Leopoldistüberl gerettet sein. Denn die Beer Buddies aus Tragwein sind in finalen Verhandlungen. "Wir unterschreiben nächste Woche", so Stingeder.

Die Beer Buddies sind Andreas Weilhartner und Christian Semper. Seit 2014 brauen sie im revitalisierten Gehöft Tragweiner Hof in der gleichnamigem Mühlviertler Gemeinde hauptberuflich Bier. Seitens der Beer Buddies gibt es eine inoffizielle Bestätigung. Man sei in Verhandlung und wollte offiziell erst etwas sagen, wenn es fix sei, hieß es auf Anfrage der OÖN.

Inoffiziell fix ist auch der Eröffnungsmonat Mai 2017, dass der Name Leopoldistüberl bleibt und auch die 200 Jahre alte Gaststube im ersten Stock. Ebenso wird es weiter traditionelles Speisen und neu mehr als 20 Biere (etliche davon offen) geben. "Denn gefühlte 1000 Pizzerien und 500 Asia-Lokale haben wir ihn Linz ja ohnedies schon", sagt der Verpächter und Hauseigentümer Gerhard Stingeder.

 

Leopoldistüberl

Das Haus Adlergasse 6 in Linz geht ins 14. Jahrhundert zurück und war sogar einmal ein Kloster. Seit den 1950er-Jahren ist das Lokal im ersten Stock „das Leopoldistüberl“. 1990 kaufte das Haus der damalige Gerichtsvollzieher Karl Stingeder und betrieb das Lokal 20 Jahre lang selbst. Heuer im März sperrte er im Alter von 84 Jahren zu. Die Gaststube ist mehr als 200 Jahre alt.

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