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Essen & Trinken

Das Gute liegt so nah: "Superfood" Karotte und Hafer

Von Barbara Rohrhofer   04. April 2018 00:04 Uhr

Das Gute liegt so nah: "Superfood" Karotte und Hafer
Hafer ist ein Tausendsassa und wird massiv unterschätzt.

Wozu in die Ferne schweifen, wenn Gesundheit pur vor der Haustür wächst?

"Karotten sind ein ernährungsmedizinischer Traum – ein essbares Schönheits- und Gesundheitselixier", schwärmt der Innviertler Ernährungswissenschafter Christian Putscher am heutigen "Tag der Karotte".

"Sie haben wenig Kalorien und viele Ballaststoffe. Außerdem sind sie besonders reich an Carotin, einer Vorstufe von Vitamin A." Vitamin A beeinflusst den Sehvorgang, vor allem das Hell-dunkel-Sehen. Außerdem ist es wichtig für die Blutbildung, das Zellwachstum der Haut und Schleimhaut, für das Knochenwachstum und das Immunsystem. Zudem sind in der Karotte weder Cholesterin noch gesättigte Fettsäuren enthalten.

Der in Karotten enthaltene Ballaststoff Pektin quillt im Magen-Darm-Trakt auf und bewirkt, dass man sich satt fühlt. Roh hat das Gemüse, dessen Geschmack maßgeblich von seinem hohen Zuckergehalt kommt, eine leicht entwässernde Wirkung. 7,2 Kilo Karotten isst der Österreicher durchschnittlich im Jahr. Damit ist die Karotte hinter dem Paradeiser und der Zwiebel die dritt-beliebteste Gemüseart. Im Bio-Bereich ist die Karotte sogar Nummer eins, berichtet der Verein "Land schafft Leben"

Doch nicht nur die Karotte wird häufig unterschätzt – auch der Hafer wird gerne übersehen, wenn es um die Gesundheit geht. "Viele greifen lieber zu weitgereisten Exoten, wie zum Beispiel zu Quinoa", sagt Putscher. "Hafer ist mein persönlicher Favorit. Doch er ist offenbar zu unscheinbar und zu billig, um ,modern’ zu werden." Dabei übertreffe sein Gehalt an Fetten und biologisch hochwertigem Eiweiß den von Quinoa, aber auch jenen von Weizen und Roggen.

Hafer ist eben nährstoffreicher als andere Getreidearten. Als Arzneipflanze wird Hafer zum Beispiel bei Diabetes und bei Hautkrankheiten wie Schuppenflechte und Neurodermitis eingesetzt. "Auch neun von zehn Menschen, die an Zöliakie leiden, vertragen Hafer", weiß Putscher.

Hafer senkt Cholesterinspiegel

Wissenschaftler gehen davon aus, dass die im Hafer enthaltenen Ballaststoffe, die Beta-Glucane, im Darm vorhandene Gallensäure binden und so den Stoffwechsel verbessern. Studien zeigen, dass Hafer so den Cholesterinspiegel senkt. Ergänzt wird diese Wirkung durch ein hafereigenes Antioxidans, das Avenanthramid. Es verhindert die Oxidation des LDL-Cholesterins, das für Ablagerungen in den Blutgefäßen verantwortlich ist.

Zudem unterstützen Beta-Glucane spezielle Abwehrzellen, sogenannte neutrophile Granulozyten. Und: Menschen, die zwei oder mehr Portionen Vollkornprodukte pro Tag essen, haben ein um etwa 20 Prozent niedrigeres Risiko für Diabetes, Schlaganfall und Herzinfarkt.

Wertvoller Hafer

Ernährungsphysiologisch ist Hafer die hochwertigste Getreideart, die in Mitteleuropa angebaut wird. Ein Haferkorn besteht zu über 60 Prozent aus Kohlenhydraten. Ballaststoffe und Proteine machen gemeinsam fast ein Drittel aus, der Fettanteil beträgt nur fünf Prozent. Im Vergleich zu anderen Getreidearten ist der Gehalt an Eisen, Mangan und Zink recht hoch. Der Anteil an Kalzium, Fluor und Magnesium ist beachtlich, lobt die Österreichische Apothekerkammer. Außerdem ist Hafer ein guter Vitaminlieferant.

Er versorgt mit Vitamin A, B1, B2, B6 sowie mit Kiesel-, Fol- und Linolsäure. Weil das Korn nicht geschält wird, hat es besonders viele Vitamine.

 

 

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