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Landsleute

Zivildienst auf Italienisch und Bayerisch

24. April 2019 00:04 Uhr

Matthias Grafenauer, Student und Mittelmeer-Koordinator beim Verein Österr. Auslandsdienst

Matthias Grafenauer organisiert ein neues Freiwilligenprogramm in Israel.

Ein einzelner Auslandsdiener kann nicht die Welt verändern, aber ich bin überzeugt, auch ein kleiner Beitrag kann viel bewirken“, sagt Matthias Grafenauer. Der 20-jährige Linzer leistete selbst seine Wehrpflicht als Ersatzdienst im Ausland ab und hilft nun mit, ein neues Freiwilligenprogramm für junge Österreicher in Israel zu organisieren.

Schon mit 14 Jahren erlebte er eine erste große Weichenstellung in seinem Leben: „Mein Lehrer am Körner-Gymnasium, Robert Schrangl, weckte mein Interesse für Italienisch und förderte mich sehr.“ Nach der Matura entschied sich Grafenauer – statt Bundesheer oder Zivildienst – einen Gedenkdienst in Italien abzuleisten. Zur Vorbereitung nahm er an einer Führung auf den Obersalzberg in Bayern teil, der Hitlers zweiter Regierungssitz war und heute ein Lern- und Erinnerungsort ist. „Mir hat die Einsatzstelle so gut gefallen, dass ich spontan beschlossen habe, meinen zehnmonatigen Gedenkdienst auf Italien und den Obersalzberg aufzuteilen.“

Am Dokumentationszentrum für jüdische Zeitgeschichte in Mailand arbeitete Grafenauer in der Antisemitismusforschung mit. „Ich habe zum Beispiel antisemitische Karikaturen analysiert und mein Italienisch perfektioniert.“ Am Obersalzberg half er bei Workshops für Schulklassen und recherchierte auch über die Zensur von Feldpostbriefen.

„Nach dieser prägenden Zeit wollte ich mich weiter beim Auslandsdienst engagieren.“ Grafenauer begann in Innsbruck internationale Wirtschaft zu studieren und koordiniert ehrenamtlich alle Auslandsdienst-Einsatzstellen in den Mittelmeer-Staaten. In dieser Funktion arbeitete er auch am neuen Freiwilligenprogramm „Understanding Israel“ mit. Dabei können jedes Jahr 20 Freiwillige zwischen 18 und 26 Jahren zwölf Monate Sozialdienst in einer Kindertagesstätte sowie in einem Rehabilitationszentrum in Israel leisten.

Der Linzer kann diese Auslandserfahrung nur weiterempfehlen: „Man bekommt ein viel größeres Bewusstsein für die eigene Herkunft.“

Weitere Informationen auf www.understanding-israel.at

 

 

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