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Landsleute

Vererbte Leichtathletik-Begeisterung

Von Reinhold Pühringer 15. Mai 2019

Roland Werthner, Obmann der TGW Zehnkampf-Union

Roland Werthner ist Obmann von Österreichs bestem Leichtathletik-Verein.

Ich habe ein Schmunzeln auf den Lippen, wenn ich sehe, wie mein Sohn Oliver Kindern das Stabhochspringen beibringt“, sagt Roland Werthner. Die Leichtathletik liegt den Werthners einfach im Blut. Vater Helmut war Vize-Staatsmeister im Speerwurf und im Mehrkampf. „In unserem Garten war deshalb immer ein Speer“, erinnert sich der heute 61-Jährige an seine Kindheit. Seine damalige Nachbarschaft im Zaubertal bezeichnet er gar als „Leichtathletik-Hochburg“. Schließlich gab es bei zwei Familien selbst gebaute Stabhochsprung-Anlagen, auf denen die Kinder der Umgebung praktisch täglich Bewerbe austrugen. „Aus dieser Gruppe gibt es acht Leute, die heute noch für die Leichtathletik da sind“, sagt Werthner, der mit einer Schwester und zwei Brüdern aufwuchs. Alle waren in der Leichtathletik aktiv, am erfolgreichsten der um zwei Jahre ältere Bruder Georg, der bei Olympia 1980 in Moskau Vierter wurde. Bei den Spielen acht Jahre später in Seoul war auch Roland dabei – als Georgs Trainer.

Zu diesem Zeitpunkt war Roland bereits promovierter Sportwissenschafter. In Salzburg half er mit, das dortige Sportschulmodell aufzubauen, ehe er 1994 Kabinettschef von Sportstaatssekretär Gerhard Schäffer wurde. „Ich habe verschiedene Konzepte geschrieben, allerdings ist vieles davon in irgendwelchen Schubladen verschwunden.“ Seit 2003 gibt Werthner sein Wissen in der Trainerausbildung an der Bundessportakademie weiter.

Noch näher dran am Sport ist er jedoch als Obmann und Trainer bei der von ihm 1985 gegründeten TGW Zehnkampf-Union. Richtig Fahrt nahm diese auf, als er seinen Söhnen Niklas (22) und Oliver (20) die Begeisterung für die Leichtathletik mitgeben wollte. „Für meine Söhne bin ich damals zurück nach Gmunden gezogen, weil ich nicht wollte, dass sie in Wien aufwachsen.“ Heute ist die Zehnkampf-Union der mit Abstand erfolgreichste Leichtathletik-Verein Österreichs. Und mittendrin eben Sohn Oliver, der jüngst den „Haus-Rekord“ im Stabhochsprung von Onkel Georg aus Moskau überbot.

 

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