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Landsleute

Stolz auf das „Goldene Stamperl“

Von Elisabeth Prechtl 21. Mai 2019 00:04 Uhr

Andreas und Christine Moser, Direktvermarkter in Mitterkirchen

Andreas und Christine Moser sind die „Produzenten des Jahres 2019“.

Habt’s ihr vielleicht auch etwas zum Trinken und eine Jausn?“ Das haben Radfahrer, die den Donauradweg von Passau nach Wien erkunden, Andreas (44) und Christine Moser (40) oft gefragt: Seit 1994 werden am elterlichen Hof in Mitterkichen (Bez. Perg) Zimmer vermietet. 2006 beschlossen der gelernte Glaser und die ausgebildete Kindergärtnerin, dem Wunsch der hungrigen und durstigen Radfahrer nachzukommen: „Wir haben klein begonnen, erst Most und Saft ausgeschenkt. Später ist selbst geräuchertes Fleisch dazugekommen, und wir haben mit dem Brotbacken angefangen“, sagt Andreas Moser. Dass das Ehepaar dann eine Mostschänke eröffnete, war nicht geplant, sondern „hat sich so ergeben“, ergänzt seine Frau.

Heute vermarktet das Ehepaar neben Most und Säften auch Selbstgeräuchertes, Käse von den eigenen Ziegen, selbst gemachte Mehlspeisen und Brot und führt den Bauernhof im Haupterwerb. Vor Kurzem wurden sie auf der „Ab-Hof-Messe“ im niederösterreichischen Wieselburg zum dritten Mal als „Produzenten des Jahres“ ausgezeichnet – mit der „Goldenen Birne“ sowie dem „Goldenen Stamperl“ für ihre Säfte, den Most und die Edelbrände.

Der Hof der Mosers ist einer von 2169 heimischen Landwirtschaften, die direkt vermarkten: Das sind zehn Prozent aller Betriebe. „Wir bieten den Konsumenten nur regionale Produkte“, sagt Andreas Moser. „Das schätzen die Gäste und sind bereit, dafür mehr zu bezahlen.“ Hilfe bekommen sie von den Eltern von Andreas Moser. Auf dem Donauradweg sind auch viele internationale Gäste unterwegs. Die Mosers vertreiben ihre Produkte auch über einen Onlineshop: Ihren Most haben sie schon bis nach Spanien geschickt.

Sieben Monate im Jahr bewirtet das Ehepaar seine Gäste – sieben Tage die Woche. In den Wintermonaten ist kein Betrieb. Natürlich sei Direktvermarktung viel Arbeit, so Andreas Moser: „Aber wir erledigen diese daheim und können immer für unsere drei Kinder (Anm.: 12, 10 und 7 Jahre) da sein.“

 

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Artikel von

Elisabeth Prechtl

Redakteurin Wirtschaft

Elisabeth Prechtl
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