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Landsleute

Sie erforscht das Geheimnis des Lebens

Von Ulrike Rubasch 06. November 2019 00:04 Uhr

Johanna Gassler
Johanna Gassler, Molekulare Zellbiologin

Jungforscherin Johanna Gassler aus Niederneukirchen wurde ausgezeichnet.

Die befruchtete Eizelle als „Mutter aller Zellen“ ist das, was Johanna Gassler schon Jahre fasziniert. Wie daraus ein komplexes Lebewesen entsteht und welche Faktoren dazu beitragen, dass es sich entwickelt, ist das Feld, in dem die 28-jährige Oberösterreicherin am Wiener Institut für Molekulare Biotechnologie forscht.

Dafür hat sie jetzt eine international beachtete Auszeichnung bekommen: eines von vier jährlich vergebenen L’Oréal-Stipendien. Dieser Preis wird in Zusammenarbeit mit der österreichischen UNESCO-Kommission, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und dem Wissenschaftsministerium in Höhe von je 25.000 Euro vergeben, eingebettet in das weltweite „For Woman in Science“-Programm. Zwei der Preisträgerinnen erhielten im Übrigen später einen Nobelpreis.

Die in Niederneukirchen aufgewachsene Hobby-Bogenschützin arbeitete schon während der Schulzeit (BORG Honauerstraße Linz) im Biologiezentrum Linz mit. Danach stand sie „in meinem ersten Labor“ an der JKU. „Das war eine sehr wichtige Station für mich“, erinnert sie sich an die Linzer Zeit. Danach wechselte sie nach Wien und studierte Molekulare Zellbiologie. Gassler war Teil der Forschergruppe, die sich weltweit als Erste anhand von Mäusen mit der „Faltung“ der zwei bis drei Meter langen Erbsubstanz (DNA) in der ersten Eizelle befassten. „Ja, wir sind da Pioniere.“ In Zusammenarbeit mit Labors und mit Computeranalysemodellen des Massachusetts Institute of Technology (MIT) gelang es, neueste Sequenziermethoden zu entwickeln und Muster zu erkennen, die bei Neuausrichtung des mütterlichen bzw. väterlichen Erbgut-Anteils entstehen.

Mit dem Stipendium hat die Doktorandin die Möglichkeit, weitere acht Monate den Faktor zu erforschen, der die „Faltung“ der DNA bewirkt. Langfristig hofft Gassler dazu beizutragen, die Stammzellen besser zu verstehen und zu erforschen, welche Mechanismen beispielsweise zu Unfruchtbarkeit führen. So könnte etwa künstliche Befruchtung verbessert werden.

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Ulrike Rubasch

Redakteurin Wirtschaft

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