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Landsleute

Schwester Michaela und das Kloster-TV

Von Gerhild Niedoba   11. April 2019

Schwester Michaela

Generaloberin der Marienschwestern öffnete den Orden für Fernsehsendung

Jungen Menschen so zu begegnen, wie ein guter Teil heute in der Gesellschaft lebt.“ So formuliert Schwester Michaela, die seit 1994 Generaloberin der Marienschwestern von Linz ist, ihre Entscheidung, die Pforten ihres Klosters für eine deutsche TV-Sendung zu öffnen. Unter dem Titel „Ab ins Kloster! Rosenkranz statt Randale“ zogen wie berichtet vier junge Frauen aus Berlin bzw. Düsseldorf für acht Tage ins Linzer Kloster ein. Dass es sie dorthin verschlagen werde, wussten sie bis zum Einzug nicht. Dementsprechend überrascht war das Quartett, dessen Alltag sich sonst um Handy, Shoppen und Partys dreht, bei der Ankunft in Linz (siehe Seite 18). Zu sehen ist die Oberösterreich-Folge heute um 20.15 Uhr auf Kabel 1.

„Das Wichtigste, das ich davon mitnehme, ist, dass junge Menschen auch ganz offen sind, auch wenn sie ganz anders leben als wir“, resümiert die 62-jährige gebürtige Niederösterreicherin das für sie „gelungene Experiment“.
Wie wichtig das Umfeld für die Entwicklung eines Kindes ist, weiß Schwester Michaela aus Erfahrung: Sie wuchs als neuntes von 13 Kindern in Arbesbach bei Zwettl am Bauernhof des Vaters auf. Ihre Mutter, die dort als Stallmagd arbeitete, stand dem damals bereits achtfachen Vater zur Seite, als dessen erste Frau jung starb. „Die Kinder haben meine Mutter so schätzen und lieben gelernt, dass der Vater sie geheiratet hat“, sagt Schwester Michaela, die bis heute stark mit ihren (Halb-)Geschwistern verbunden ist. „Wir hatten trotz allem eine sehr geborgenene Kindheit. Wir waren sehr am Hof eingespannt, haben aber dennoch viel zusammen gemacht. Das verbindet.“

Zum Orden kam die damals 15-Jährige durch den Besuch der Haushaltsschule der Marienschwestern in Erla. „Das Leben der Schwestern hat mich fasziniert.“ Derart, dass sie nach der Ausbildung zur Diplomkrankenschwester zunächst Generalvikarin der Ordensgemeinschaft war, bis sie 1994 zur Generaloberin gewählt wurde. Bereut habe sie keinen dieser Schritte: „Je länger ich zurückschaue, umso glücklicher bin ich.“

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