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Landsleute

Schrittmacher eines Herzensprojekts

Von Reinhold Pühringer 16. Oktober 2019 00:04 Uhr

Thomas Kloimstein
Thomas Kloimstein, Projekt-Koordinator des „Tags der Wiederbelebung"

Thomas Kloimstein koordiniert heute den ersten „Tag der Wiederbelebung“ in Linz.

Ein klein wenig Nervosität ist bei Thomas Kloimstein bestimmt dabei, wenn heute auf dem Hauptplatz, Martin-Luther-Platz, im Lentia und auf dem Campus der Kepler-Universität von 10 bis 18 Uhr der erste „Tag der Wiederbelebung“ in Linz stattfindet. Der 22-Jährige aus Stroheim ist Initiator und Koordinator des Projekts. Die Idee dazu kam während seines Medizinstudiums, welches er in Graz begann. „Dort ist dieser Tag seit Jahren etabliert, das wollen wir jetzt auch in Linz starten“, erklärt Kloimstein.

An den jeweiligen Standorten kann an Puppen unter Anleitung trainiert werden, was im Falle eines Herzstillstands zu tun ist. Dabei gehe es vor allem darum, die Scheu abzubauen, aktiv Erste Hilfe zu leisten. „Unsere wichtigste Botschaft ist: Leben retten kann jeder – nichts tun ist der einzige Fehler“, sagt Kloimstein. Österreich habe hierbei noch Nachholbedarf. „In den skandinavischen Ländern etwa ist Reanimation fixer Bestandteil im Schulunterricht.“

Rund 35 Menschen engagieren sich beim „Tag der Wiederbelebung“. Darunter viele Medizinstudenten sowie Kräfte vom Roten Kreuz, Samariterbund oder den Krankenhäusern.

Kloimsteins Faszination für Medizin wurde beim Zivildienst im UKH Linz geweckt. Gleichzeitig mit dem Studium begann er mit der Ausbildung zum Rettungssanitäter beim Roten Kreuz in Eferding.

Sein erster Einsatz führte ihn zu einem 60-Jährigen, der trotz Reanimationsversuchen am Herztod verstarb. Eine Anekdote, die zu seinem heutigen Projekt passt. Die Bewusstseinsbildung in dieser Thematik voranzutreiben, setzte sichKloimstein allerdings erst mit Fortdauer seines Studiums zum Ziel.

Wenn er nicht gerade die Rotkreuz-Jacke übergestreift hat, tritt er gerne nach dem runden Leder. Wenn dann noch Zeit bleibt, packt Kloimstein beim Hausbau seines Bruders mit an. Oder beim Vater, welcher mit Weinkeller oder Garage stets neue Ideen hat. Was er nach dem Studium genau macht, wisse er noch nicht. „Da gibt es viele interessante Bereiche.“

 

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