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Landsleute

Medina Hamidovic: Wissenschafterin, Mutter und Vorbild

Von Michael Schäfl  23. März 2020 00:04 Uhr

Medina Hamidovic
„Während meiner gesamten Studienzeit war ich als Frau immer in der Minderheit. Ich möchte mehr Frauen für die Wissenschaft begeistern.“ Medina Hamidovic, JKU-Forscherin

Medina Hamidovic erhielt den internationalen „Women in Technology“-Preis.

Die Spannung bei den Anwärterinnen auf das „Women in Technology Scholarship“ war groß. Zum ersten Mal ehrte die Frauenorganisation „Zonta International“ heuer Wissenschafterinnen im Technologiebereich. Und die Auszeichnung war begehrt, weltweit wurden nur 30 Frauen ausgewählt. Wissenschafterin Medina Hamidovic war eine von ihnen. Die Mutter eines vier Monate alten Sohnes holte den Preis an die Linzer Johannes Kepler Universität (JKU).

„Ich habe mich unfassbar über den Preis gefreut. Ich bin sehr stolz darauf, Österreich in einem so globalen Sinne zu vertreten“, sagt die 28-Jährige. „Die Auszeichnung zeigt, dass es nicht wichtig ist, woher man kommt. Wenn man seine Arbeit liebt und an seinen Zielen festhält, kann man auch eine globale Wirkung erzielen.“

Ihre Faszination für Biologie und Medizin führte die Jungwissenschafterin bereits quer durch Europa. Nach Abschluss ihres Bachelorstudiums in Bosnien erhielt sie ein EU-Stipendium für ein Masterstudium in Großbritannien. Und hängte nach Abschluss desselben ein weiteres Masterstudium in Budapest an.

Im Oktober 2017 kam sie an die JKU, wo sie sich aktuell im dritten Jahr ihres Mechatronik-Doktoratsstudiums befindet. Medina Hamidovic möchte vor allem eines sein: ein Vorbild für andere Frauen. „Während meiner gesamten Studienzeit war ich als Frau immer in der Minderheit. Ich weiß, wie schwierig es ist, sich ständig durchzukämpfen und zu beweisen, dass man als Frau auch Teil von Wissenschaft und Technik sein kann“, sagt die 28-Jährige. Sie möchte mit ihrer Arbeit mehr junge Frauen ermutigen, einen Beruf in der Technik oder in der Wissenschaft anzustreben. Der Preis sei für sie eine weitere Bestätigung, dass sie sich mit ihrem Anliegen auf dem richtigen Weg befinde.

Wie es nach Abschluss des Doktorats weitergeht? „Ich habe großartige Kollegen, ich kann mir gut vorstellen, an der JKU zu bleiben. In Oberösterreich sehe ich mein Zuhause. Hier genieße ich es sehr.“

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