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Landsleute

Josef Ratzenböck: Ein Fest und eine Fanfare zum 90er

Von (eiba)   25. April 2019

Josef Ratzenböck: Ein Fest und eine Fanfare zum 90er
Übergabe der Geburtstags-Partitur: Landeshauptmann Thomas Stelzer mit Josef und Anneliese Ratzenböck

LINZ. 200 Gäste feierten den Geburtstag des Alt-Landeshauptmannes.

90 Jahre alt, gesundheitlich nicht auf der Höhe, aber schlagfertig wie eh und je – so zeigte sich Josef Ratzenböck gestern beim Empfang anlässlich seines Geburtstages im Linzer Landhaus. Der Alt-Landeshauptmann ließ es sich nicht nehmen, selbst ein paar Worte zu sprechen – obwohl es zu Beginn eine kurze Uneinigkeit mit seiner Frau Anneliese gab, wer nun das Mikrofon halten würde. Der Jubilar dazu: "Ich muss noch immer um das Wort ringen." Nicht zum letzten Mal hatte er damit die Lacher auf seiner Seite.

Sein Platz sei nun die Erinnerung, so Ratzenböck: "Aber ich bin dort nicht allein. Mit mir sind all jene dort, die meinen Weg gekreuzt haben." Es sei ein weiter Weg gewesen, vom "Steinzeit-Bauern" ohne Traktor hin zum Alt-Landeshauptmann, und Ratzenböck erinnerte daran, dass man nach dem Krieg viel geschafft habe. Die erfolgreiche Entwicklung sei aber nicht das Verdienst einer Person gewesen: "Alle Parteien haben zusammengearbeitet. Man hat überlegt, was für den anderen zumutbar ist – und nicht immer alles getan, was uns die Macht ermöglicht hätte." Sein Selbstverständnis als Politiker beschrieb Ratzenböck so: "Wir haben uns als Arbeiter im Weinberg Oberösterreich gefühlt." Deshalb freue er sich auch, bei der Feier viele Freunde zu sehen: "Und das sind nicht nur Schwarze." Immer habe sich gezeigt: "Miteinander geht vieles leichter."

OÖN-TV war dabei:

 

Zum Beispiel bei der Gründung des Landesmusikschulwerkes, als dessen Vater Ratzenböck gilt. Zur Feier gaben daher Musikschul-Ensembles ein Konzert, und auch das Geschenk war ein musikalisches: eine eigens komponierte Geburtstags-Fanfare mit dem Titel "Pater musicae nostrae" von Fritz Neuböck.

Dass die Feier stattfinden konnte, war aufgrund von Ratzenböcks Gesundheitszustand nicht immer sicher. Doch nach dem Hören seines Geburtstagsgeschenkes war der Jubilar auf den Geschmack gekommen: "Ich glaube, wir sollten die Fanfare in zehn Jahren wieder hören." An seinen Nach-Nachfolger Landeshauptmann Thomas Stelzer gewandt, sagte Ratzenböck – bevor seine Frau ihm endgültig das Mikrofon abnehmen konnte: "Wenn ich wieder eingeladen werde, komme ich."

200 Gäste waren bei der Feierstunde gestern im Steinernen Saal des Landhauses dabei. Landeshauptmann Stelzer gratulierte dem 90-Jährigen und erinnerte an dessen politisches Wirken: "Du hattest immer die Fähigkeit, Politik für das große Ganze zu machen. Aber dabei hast du auch immer die Menschen mitgenommen." Der Name Ratzenböck sei daher "untrennbar mit Oberösterreich verbunden", schloss Stelzer seine Gratulation, der sich die Gäste mit Standing Ovations anschlossen. 

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