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Landsleute

Hochwürden läuft den Halbmarathon

Von Robert Stammler   09. April 2019

Michael Münzner

Nach dem Gottesdienst mit den Sportlern schnürt der Priester selbst die Laufschuhe.

Der Countdown läuft: am kommenden Sonntag fällt endlich der Startschuss für den 18. Oberbank Linz Donau Marathon. Zum zweiten Mal mit dabei ist der 40-jährige Linzer Michael Münzner. Der Seelsorger und studierte Theologe – er ist als Regens der Chef des Linzer Priesterseminars – ist seit 20 Jahren ein begeisterter Läufer. Bereits sieben Marathonläufe über die volle Distanz von 42,195 Kilometern hat er bestritten: in Linz, Berlin, Frankfurt und seiner Geburtsstadt Wien.

„Am Sonntag werde ich die halbe Distanz laufen, weil ich noch an einer Sehnenentzündung laboriere und die Ärzte mir gesagt haben, dass ich es nicht übertreiben soll“, erzählt der sportliche Priester.
Am Abend vor dem Linzer Marathon wird sich der 40-Jährige in ganz spezieller Weise mental auf den großen Volkslauf vorbereiten. Gemeinsam mit vielen anderen gläubigen Marathonteilnehmern wird Münzner in der Ursulinenkirche einen Gottesdienst feiern. Dieser wurde von der Katholischen Jugend Oberösterreich auf die Beine gestellt und steht unter dem Motto: „Es läuft gut mit Gott“. Die Kirche soll dabei „Labstation für die Seele“ sein.

„Einen Gottesdienst für die Läufer gab es in den Anfängen des Linz Marathons bereits einmal. Die Sache ist aber leider eingeschlafen“, sagt der Seelsorger. Nun wird die Initiative wiederbelebt. Die Läufer sollen den Segen Gottes bekommen. „Ich werde die Feier sehr niederschwellig gestalten, damit jeder etwas damit anfangen kann“, sagt der Priester.

Bildquelle: Volker Weihbold

Mit dem Laufen habe er während seines Theologie-Studiums in Wien begonnen. Seinen ersten Marathon lief er in Wien. „Da hat mich dann das Lauffieber gepackt.“ Der Bewerb selbst sei keine spirituelle Erfahrung, bekennt der Geistliche. „Man läuft eben gegen die Zeit, die man sich gesetzt hat.“ Sehr wohl sei aber das Training „etwas Meditatives“: Geist, Seele und Körper seien vereint: „Man fühlt das pure Naturerlebnis.“ Daher trainiert der Linzer meistens alleine, auch Kopfhörer-Musik kommt dabei nicht in Frage.

 

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