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Landsleute

Freunde halfen Michelle durch die Krise

Von Dietlind Hebestreit  30. Juli 2020 16:00 Uhr

Michelle Pfeferle mit OÖN-Redakteurin Dietlind Hebestreit (rechts im Bild)

Familie Pfeferle rückte in der Corona-Zeit noch enger zusammen.

Vielen OÖN-Lesern ist Michelle Pfeferle aus St. Marien wohlbekannt: Vor zwei Jahren unterstützte die Christkindl-Aktion der Zeitung das muskelkranke Mädchen, um einen lebensrettenden Eingriff und einen einjährigen Aufenthalt für die ganze Familie in der Schweiz mit zu finanzieren. Die Operation gelang und Michelle tauchte wieder in ihr altes Leben ein – mit Besuch der Handelsschule Traun und vielen schönen Momenten mit ihren Freundinnen. Und dann kam Corona.

Nur 20 Prozent Lungenvolumen

„Wir mussten uns in Selbstquarantäne begeben. Der Lungenfacharzt rief uns an und riet uns dringend dazu. Schließlich hat Michelle aufgrund ihrer Erkrankung nur noch ein Lungenvolumen von 20 Prozent“, erinnert sich Mutter Sabrina Pfeferle. Eine Erkrankung an Covid-19 sei für ihre Tochter mit großer Wahrscheinlichkeit lebensbedrohlich. Dessen ist sich die junge Frau auch bewusst: „Ich bin in der Wohnung geblieben, weil ich nicht riskieren wollte, dass ich Corona bekomme. Das wäre für mich tödlich.“ Schweren Herzens verzichtete sie auf den direkten Kontakt zu ihrem großen Freundeskreis, der ihr trotzdem durch die Krise half: „Ich habe mit meinen Freunden geschrieben, hab telefoniert und übers Fenster mit ihnen gesprochen, wenn Sie mir meine Spar-Lieferung gebracht haben.“

Spielen und telefonieren

Auch ihre Mutter und ihre neunjährige Schwester Alina waren in dieser schwierigen Zeit eine wichtige Stütze. „Wir haben viel miteinander gespielt – zum Beispiel Würfeln, Uno oder Monopoly. Auch ,Das verrückte Labyrinth’ mögen beide Mädchen gerne“, sagt Sabrina Pfeferle.

Nicht alles war während dieser Zeit belastend. „Ich bin mit den Mädchen daheim gewesen. Wir haben viel Zeit verbracht und ich habe die beiden von einer neuen Seite kennen gelernt. Das hat uns gut getan“, erzählt die alleinerziehende Mutter. Auch ihr halfen die neuen Medien: „Wir haben viel telefoniert und Fotos geschickt.“

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Dietlind Hebestreit

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