Lade Inhalte...

Landsleute

Er hat sich bereits für Tokio qualifiziert

Von Christopher Pfeiffer   24. August 2019 00:04 Uhr

Josef Waizinger
Josef Waizinger, 53, vertritt Österreich 2020 bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio als Schiedsrichter in den Tischtennisbewerben

Josef Waizinger wird als Tischtennis-Schiedsrichter bei Olympia dabei sein.

Während die heimischen Tischtennis-Asse noch um ihre Olympia-Tickets kämpfen müssen, kann Josef Waizinger bereits seine Koffer für Tokio packen: Der 53-Jährige wurde vom internationalen Tischtennisverband als Schiedsrichter nominiert. Damit ist der Dietacher einer von nur acht europäischen Schiedsrichtern bei den Sommerspielen im kommenden Jahr. „Das Zusammenkommen der verschiedenen Nationen ist etwas ganz Besonderes.“

Zwar feiert Waizinger seine Olympiapremiere, sportliche Großveranstaltungen sind aber keineswegs Neuland für ihn: Sechs Weltmeisterschaften und fünf Europameisterschaften hat er als Schiedsrichter schon zu Buche stehen. Der bisherige Höhepunkt seiner Laufbahn war die Leitung des Herrenfinales bei der Europameisterschaft in Alicante (Spanien) vergangenes Jahr.

Von klein auf hegte der Diplomrechtspfleger eine Leidenschaft für den Tischtennissport. Bereits als Spieler im Amateurbereich wollte er bestens über das Reglement Bescheid wissen, ehe er ab 1991 vermehrt die Position des Unparteiischen zu übernehmen begann.

Um ein guter Schiedsrichter zu werden, seien „fundierte Regelkenntnisse die unerlässliche Basis“, sagt Waizinger. Und: „Man muss wirklich bis ins kleinste Detail Bescheid wissen.“ Allerdings trenne erst die praktische Umsetzung dieses Wissens die Spreu vom Weizen: „Es braucht viel Mut, Entscheidungen zu treffen, die möglicherweise von Spielern nicht akzeptiert werden, obwohl sie laut dem Regelwerk so zu fällen sind.“

Die beste Ratgeberin in Sachen Sommerspiele ist für Waizinger übrigens seine Ehefrau Paola Bongelli. Sie ist ebenfalls im internationalen Tischtenniszirkus als Unparteiische unterwegs und war schon bei den Spielen 2012 in London im Einsatz. Sie wird ihren Mann nach Tokio begleiten. Geplant haben die beiden den Besuch von Medaillenentscheidungen anderer Sportarten – wenn die Zeit es erlaubt: „Der Arbeitstag eines Schiedsrichters kann bis zu zwölf Stunden dauern. Aber das ist natürlich nicht immer der Fall.“

Interessieren Sie sich für dieses Thema?

Mit einem Klick auf das “Merken”-Symbol fügen Sie ein Thema zu Ihrer Merkliste hinzu. Klicken Sie auf den Begriff, um alle Artikel zu einem Thema zu sehen.

Lädt
turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

turned_in

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

mehr zum Thema

mehr aus Landsleute

0  Kommentare expand_more 0  Kommentare expand_less