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Landsleute

Ein Trainingslager als Wirtschaftshilfe

Von Gerald Winterleitner  29. Juni 2020 00:04 Uhr

Dominik Hrinkow, Teammanager des Steyrer Profiradteams

Dominik Hrinkow, Rekordstarter der Ö-Tour, will Steyr zu Österreichs Topradteam machen.

Als Rekordstarter nach elf Teilnahmen in Serie bei der Österreich-Radrundfahrt hatte Dominik Hrinkow im Herbst nach 13 Jahren als Profi endgültig sein Rennrad in die Ecke gestellt. Der 31-jährige Steyrer wollte sich fortan gemeinsam mit Vater Alexander ausschließlich um die Entwicklung des Hrinkow Advarics Cycleang Profirennstalls kümmern.

"Wir wollen Österreichs bestes Radteam werden", sagt der aus einer radsportbegeisterten Familie stammende technische Direktor und Teammanager. Und ein weiteres Ziel der Steyrer Equipe, die aktuell den Continental-Status – die international dritte Profikategorie – innehat, schießt er gleich hinten nach: "Wir wollen uns Richtung Pro Continental, also zweite Profistufe, entwickeln."

Dass dazu nebst sportlichen Erfolgen einiges an Geld nötig ist, weiß der 31-jährige Jungmanager. An Zuversicht und Zielstrebigkeit mangelt es Hrinkow, der in seiner aktiven Zeit den Ruf als "Unkaputtbarer" hatte, nicht: "Ich bin dabei, unser Material noch weiter zu optimieren", sagt der ehemalige Landesmeister auf der Straße und mit dem Mountainbike, "und wir haben unsere Bike-Akademie gegründet, mit der wir neue Maßstäbe setzen wollen und junge Talente für den Radsport begeistern wollen".

Einzig das Coronavirus macht den Plänen einen Strich durch die Rechnung: An die 80 Renntage waren heuer geplant, fünf haben seine Profis erst in den Beinen. Vor dem Restart im Juli gibt es seit Samstag erstmals ein Trainingslager in Steyr und im Ennstal: "Damit setzen wir ein Zeichen und unterstützen die regionale Wirtschaft."

Juckt es den Radpensionisten ein wenig in den Beinen, selbst wieder in die Pedale zu treten?

"Ich habe mir meine Träume erfüllt", sagt Hrinkow, der Ende September seine Freundin Julia (26) vor den Traualtar führen wird, "aber ich werde mit unseren Jungs sicher die eine oder andere Ausfahrt mitmachen." Denn sein Gewicht habe er nach Karriereende gehalten. "Einzig der Aggregatzustand hat sich verändert. Jetzt ist alles weicher und schwabbeliger."

 

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Gerald Winterleitner

Lokalredakteur Steyr

Gerald Winterleitner
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