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Landsleute

Ein medizinischer Weltverbesserer

Von Herbert Schorn 13. November 2019 00:04 Uhr

Wolfgang Högler
Wolfgang Högler, 48, Professor für Kinder- und  Jugendheilkunde an der Kepler-Universität Linz

Wolfgang Högler wurde für seine Medizin-Forschung gleich doppelt geehrt.

Die Medizin voranzubringen: Das ist es, was Wolfgang Högler antreibt. „Wenn wir als Ärzte täglich nur Feuer löschen, werden wir in der Medizin nicht weiterkommen“, sagt der 48-Jährige, der seit einem Jahr an der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler-Uni den Lehrstuhl für Kinder- und Jugendheilkunde innehat und gleichzeitig Vorstand der gleichnamigen Uni-Klinik am Kepler-Uni-Klinikum ist. Daher ist er bestrebt, nicht nur Tag für Tag seine kleinen Patienten bestmöglich zu behandeln, sondern auch neue Heilungsmethoden zu erforschen.

Und hier erhielt der Spitzenmediziner, der mit seiner Frau und seinen Kindern Anna, Florian und Katharina in Gallneukirchen lebt, soeben gleich zwei Auszeichnungen. Zum einen wurde eine Forschungsarbeit, die Högler in einer internationalen Fachzeitschrift publizierte, von der Europäischen Gesellschaft für pädiatrische Endokrinologie zum besten wissenschaftlichen Papier des Jahres 2018 gewählt. Darin beschreibt er seine neue Hormonersatztherapie für Menschen mit Hypoparathyroidismus. Dabei produziert der Körper ein bestimmtes Hormon nicht in ausreichendem Maß, was unter anderem zu Krämpfen oder Herzrhythmusstörungen führen kann. Högler baute eine Insulinpumpe so um, dass das Hormon kontinuierlich zugeführt wird.

Eine zweite Arbeit wurde von der österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde zur besten Publikation gewählt. Darin zeigt der Mediziner auf, welche schwerwiegenden Folgen es haben kann, wenn ein bestimmtes Medikament in einer Dosierung für Erwachsene an Kinder oder Jugendliche verabreicht wird.

Die Forschung sieht der Professor, der in Salzburg aufwuchs, in Innsbruck Medizin studierte und unter anderem in England und Australien forschte, nicht nur als Arbeit, sondern auch als Auftrag. Dafür investiert er viel von seiner Freizeit: „Wenn man die medizinische Welt verbessern will, braucht es viel Forschung. Genau das macht mir Spaß.“

 

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Redakteur Land und Leute

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