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Landsleute

Der Pilz-Flüsterer und seine App 123

Von Karin Haas 18. September 2019 00:04 Uhr

Sebastian Höbarth
Sebastian Höbarth, IT-Unternehmer

Hagenberg-Absolvent Sebastian Höbarth setzt künstliche Intelligenz ein.

Manchmal ist zwischen Himmel und Hölle ein schmaler Grat. Das gilt auch für den Pilzgenuss. Denn wenn man sich beim „Schwammerlbrocken“ im Wald nicht genau auskennt, kann dies unter Umständen böse enden.

Nun ist ein junger Linzer angetreten, die Pilzsammler auf die sichere Seite zu bringen. Der Hagenberg-Absolvent Sebastian Höbarth hat eine App entwickelt, die Pilze erkenne. Der digitale Pilzführer „Pilze 123“ arbeitet mit künstlicher Intelligenz. In einer Datenbank von 130.000 Fotos wurde „die Maschine“ darauf trainiert, Pilze zu identifizieren.

Ein Pilz-Foto genüge, und die Abgleichmaschinerie läuft. Obendrein kann mit einem Kriterienkatalog und bis zu 20 Fotos pro Pilz das Erkennungsnetz enger gezogen werden. „Das ist besser als jedes Pilzbuch“, behauptet Höbarth. Der 31-Jährige, der im Linzer Stadtteil Neue Heimat aufwuchs, ist selbst kein Pilzexperte, sondern hatte ein Erweckungserlebnis: Er fand Pilze und kannte sie nicht. „Ich habe die App auch aus Eigeninteresse gemacht“, sagt Höbarth.

Um Pilze sekundenschnell zuordnen zu können, arbeitet Höbarth mit dem bayrischen Pilzsachverständigen Wolfgang Bachmeier zusammen, der eine riesige Fotodatenbank zusammengetragen hat und selbst eine App auf den Markt brachte, aber eben nicht mit künstlicher Intelligenz.

Die werkt in Höbarths App kontinuierlich. So sollen bald Pilzsammler die Fotos einspeisen können und so die künstliche Intelligenz weiter füttern.

„Mich hat immer interessiert, wie Maschinen lernen“, sagt Höbarth. Bereits mit 21 Jahren und noch während des Studiums in Hagenberg hat er seine Firma Nasty Lion GmbH gegründet.

Dieser Löwe brüllt laut. Denn Pilz 123 ist im App-Store wegen des hohen Interesses vorne gelistet. Was sie kostet? „35 Euro für lebenslangen Gebrauch. So viel wie ein Pilzbuch eben“, sagt Höbarth. Trotzdem sollte bei der geringsten Unsicherheit vor Pilz-Genuss ein realer Experte konsultiert werden.

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Karin Haas

Kulinarik-Redakteurin

Karin Haas
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