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Geschichte

Vor 140 Jahren: Das Kaiserpaar feiert Silberhochzeit

Von nachrichten.at   24. April 2019

Hochzeit Elisabeth Franz-Josef
Der Empfang der Braut am 21. April 1854

"Ein österreichisches Völker-Fest": Am 24. April 1879 berichtet die "Tages-Post", die Vorgängerin der OÖN, über die Feierlichkeiten zum 25-jährigen Ehejubiläum von Kaiser Franz Josef und Elisabeth.

Es war am 24. April 1854, als Kaiser Franz Joseph I. in der Wiener Augustinerkirche mit seiner sechzehnjährigen Cousine Elisabeth, Tochter des Herzogs Max in Bayern, getraut wurde. 25 Jahre später wurde die Silberhochzeit des Kaiserpaars mit einem vom Maler Hans Makart gestalteten Festzug über die Wiener Ringstraße gefeiert. Auch die in Linz herausgegebene Tageszeitung "Tages-Post", aus der später die "Oberösterreichischen Nachrichten" hervorgingen, stand an diesem Tag ganz im Zeichen dieses "Jubelfests". 

Unter dem Titel "Ein österreichisches Völker-Fest" stand auf der Titelseite zu lesen:

"Aber noch kein Gedenktag wurde gefeiert, an dem das Gefühl solidarischer Treue und Hingebung der Gesammt -Bevölkerung an das Kaiserhaus alle Schichten der Bevölkerung in gleicher Weise durchdrungen hat wie heute, wo es gilt den Tag zu feiern, an dem vor fünfundzwanzig Jahren unser allverehrter Monarch den Ehebund mit der liebreizenden Prinzessin schloß, die als Kaiserin Elisabeth durch ihre Schönheit und Liebenswürdigkeit Alles entzückte, durch ihre Leutseligkeit und Güte alle Herzen gewann."

"Tages-Post" vom 24. April 1879 - die gesamte Ausgabe zum Download:

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In derselben Ausgabe wird auch das Kennenlernen von Franz Josef und Elisabeth im Sommer 1853 noch einmal in Erinnerung gerufen: 

"Oberösterreich war nicht nur das Land. welches die kaiserliche Braut zuerst begrüßte, sondern dieses Land hatte die Freude, daß in seinen Marken, in der Perle des Salzkammergutes, Ischl, zwischen den beiden Majestäten der Liebesbund für's ganze Leben geschlossen wurde."

Am 19. August fand die feierliche Verlobung statt:

"Um 11 Uhr fand sich der ganze kaiserliche Hof in der Pfarrkirche ein, wo eine Messe gelesen und die Volkshymne intonirt wurde, zum Erstaunen der neben der Kirche wohnenden Parteien, die sich's nicht erklären konnten, warum an diesem Tage das Kaiserlied gespielt wurde. Gleich nach der Messe ließ Erzherzog Franz-Karl den Bürgermeister rufen und theilte ihm mit, daß der Kaiser sich mit der baierischen Prinzessin Elisabeth verlobt habe und er wünsche, Ischl möge zur Verherrlichung des Tages Alles aufbieten, was es nur aufzubieten vermag."

Am 20. April 1854 verließ Elisabeth München und reiste nach Straubing, wo die Braut mit ihrer Mutter den bayerischen Raddampfer "Stadt Regensburg“ für die Reise nach Linz bestieg. 

Wie sich Oberösterreichs Landeshauptstadt für den Empfang der zukünftigen Kaiserin herausputzte, wird in der "Tages-Post" detailliert beschrieben:

"Alle Häuser an den Uferrändern, am Hauptplatze und in der Klostergasse, wo der Festzug vorüber kam, dann jene der Altstadt und Promenade waren mit Festons, schwarz ­ gelben, weißblauen und weißrothen Fahnen geziert."

Nach einer Übernachtung setzte man die Reise auf der Donau nach Wien an Bord des neuen österreichischen Expressdampfers "Franz Joseph“ fort.  Am 24. April wurde das Paar in der Wiener Augustinerkirche vor 70 Bischöfen und Prälaten durch Erzbischof Joseph Othmar von Rauscher getraut. "Das Geläute der Glocken mischte sich in die Klänge der Volkshymne und der begeisterten Jubelrufe, welche der künftigen Landesmutter von der zahlreichen Menschenmasse am Donaustrande als letzter Freudengruß nachgesendet wurden", beschreibt die Zeitung den Abschied Elisabeths aus Linz.

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