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Wer darf sich "Influencer" nennen?

Von Claudia Riedler   21.September 2019

Wer darf sich "Influencer" nennen?
Florian Gschwandtner (36) kommt aus Strengberg und lebt in Linz.

Wer wird beim OÖN-Preis Digitalos zur "Digitalen Person 2019" gekürt? Darüber können Sie abstimmen (siehe unten). Nominiert sind Blogger, YouTuber, Influencer. Was diese "neue Berufsgruppe" ausmacht, erklärt Florian Gschwandtner, Runtastic-Gründer und Investor.

OÖN: Blogger, YouTuber, Influencer – wer verbirgt sich dahinter?

Florian Gschwandtner: Es ist eine neue Berufsgruppe, ein Trend. Die wenig und richtig Erfolgreichen müssen beinhart arbeiten – wie halt in jedem Job, in dem man ganz oben sein möchte. Ich gratuliere und habe definitiv Respekt vor allen erfolgreichen Influencern.

Wie viele gibt es in Österreich?

Das ist nicht einfach zu definieren. Wenn wir nur Instagram hernehmen, gibt es aktuell 116 Menschen in Österreich, die mehr als 100.000 Follower haben.

Wie viele Follower braucht man, um sich Influencer nennen zu können?

Ich habe gehört, ab 10.000 ist man ein Micro-Influencer. Ich denke aber auch, dass es schön langsam nicht nur auf die Quantität ankommt, sondern auch auf Qualität. Viele kaufen sich heutzutage ja gerne schon mal ein paar Tausend Follower.

Für die Werbeindustrie sind die Influencer bereits interessant: Aber wie viele können von ihrer Arbeit auch leben?

Ich würde meinen, dass diese 116 Menschen mit Instagram sehr gut leben können. Dann kommen die anderen Plattformen dazu. Wahrscheinlich sind es etwa 500 Menschen in Österreich, die wirklich gut verdienen.

Mit welchen Themen beschäftigen sie sich hauptsächlich?

Es gibt viele Fitness- und Fashion-Influencer. Sehr stark ist auch der Gesundheits-Bereich: gesund kochen, vegan essen. Was jetzt mehr wird, ist das Thema Klimaschutz.

Welcher Social Media Kanal ist derzeit am interessantesten?

Ganz klar Instagram. TikTok aus China holt enorm schnell bei den jungen Menschen (12–16 Jahre) auf und ist eine sehr gute Plattform.

Wem "folgen" Sie?

Meinen engen Freunden und zusätzlich ein paar coolen Business-Seiten wie CNBC und Marken wie Audi, ATPtour und so weiter.

Wer oder was wird künftig im digitalen Leben eine große Rolle spielen?

Influencer werden noch ganz lange eine große Rolle spielen, ich bin aber überzeugt, dass sich hier die Spielregeln schnell verändern werden. Die Qualität des Netzwerkes und ein authentisches Auftreten werden wichtiger. Neue Plattformen werden kommen und gehen.

Digitalos: Das sind die Nominierten für die Kategorie „Digitale Person“

 

1| David Haubner und Benjamin Lengauer betreiben mehrere Social Media Kanäle, unter anderem DieBuddiesZocken auf YouTube.

2| Mit the.stefans haben Andrea Stefan und ihre drei Töchter 120.000 Follower auf Instagram.

3| Sabine Knoll bezeichnet sich auf Austrianoutdooraddict als Bergprinzessin auf Reisen.

4| Viktoria Buchberger zeigt im Blog ihr positives Selbstbild.

5| Christina Tropper: Ihr Familien-Blog einerschreitimmer.com gehört zu den meistgelesenen in Ö.

6| Sophie Hauser beschäftigt sich mit kinderlachen&elternsachen.

7| Severin Auer schreibt in seinem „Glashaus“ über Garten und Nachhaltigkeit.

8| Olivia Prantl bloggt über ihren Alltag und die schönen Dinge im Leben (www.oliviasly.com).

9| Blockchain Brothers: Die Plattform von Thomas Ecker (li.) ist spezialisiert auf Kryptowährungen und Digitalisierung.

10| Peter Weberndorfer hat mit dem Instagram-Account „FoodyEating“ 2,9 Millionen Follower.

11| Martina Stefan betreibt den Lifestyle-Blog the_blondeslemon seit 2015.

12| Laktosefreies Backen ist das Thema des Blogs ichmussbacken.com von Eva Dragosits.

13| Curvy Model Nadine Mirada erlaubt Einblicke hinter die Kulissen ihres Modellebens.

14| Vanessa Graf betreibt das junge Online-Magazin für die Stadt Linz „Fräulein Flora“.

15| Model Eveline Hartl ist auf Facebook und Instagram aktiv, ihr Blog: theycallmeivy.rocks.

Stimmen Sie ab für Ihre Favoriten!

 

Die OÖNachrichten vergeben gemeinsam mit der Sparkasse OÖ und der Tabakfabrik am 22. Oktober 2019 erstmals den „Digitalos“, einen Award für all jene, die in der digitalen Welt herausstechen und ihr Basislager in Oberösterreich aufgeschlagen haben. Beim Sieger in der Kategorie „Digitale Person” haben auch Sie ein gewichtiges Wort mitzureden. Die OÖNachrichten haben aus allen Bewerbungen die 15 aussichtsreichsten Kandidaten (siehe oben) ausgewählt. Nun sind Sie am Zug: Wählen Sie beim Publikumsvoting auf nachrichten.at/digitalos Ihren Favoriten!

Wer sich in dieser Sparte durchgesetzt hat, wird am 22. Oktober in der Linzer Tabakfabrik bei der Digitalos-Gala bekannt gegeben. Dann stehen auch die Siegerinnen und Sieger der anderen Kategorien fest, die von einer Fach-Jury bestimmt werden. An diesem Abend werden Menschen, Unternehmen und Projekte ausgezeichnet, die mit ihren Visionen für die Zukunft dieses Landes stehen – und für seine digitale Gegenwart.

Jury-Vorsitzender ist der Investor und Unternehmer Florian Gschwandtner (36). Die weiteren Kategorien sind „Digitale Start-ups“, „Digitale Transformation“, „Science“ und „Digitaler Pionier“.

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13. November 2019