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Kultur

Was der Sigismund dafür kann

Von Julia Evers 27. Juni 2019 00:04 Uhr

Was der Sigismund dafür kann
Als "Der Inder" wurde Ramesh Nair (43) in einer Werbekampagne bekannt, bald ist er in Bad Ischl zu sehen.

Ramesh Nair tanzt heuer beim Lehár Festival in Bad Ischl "Im Weißen Rössl"

Bad Ischl tanzt – die Vorbereitungen auf die Premiere der Operette "Im Weißen Rössl" am 13. Juli laufen bereits. Unter der Regie von Intendant Thomas Enzinger sind darin Susanna Hirschler als Wirtin und Roman Martin als Oberkellner zu sehen. Ramesh Nair, bekannt geworden als Werbefigur "Der Inder" und bei "Dancing Stars", choreografiert das Spektakel und gibt darin den schönen Sigismund.

 

OÖNachrichten: Es ist bereits Ihr zweites Jahr in Bad Ischl – was macht das Lehár Festival so besonders?

Ramesh Nair: Man hat mich vergangenes Jahr hierhergelockt, indem man mir gesagt hat, wie schön das ist – und das stimmt. Ich habe noch nie so viele Seen gesehen, noch nie so viele Berge. Und die Zuschauer sind sehr dankbar.

Heuer steht das "Weiße Rössl" auf dem Spielplan – was sind die Herausforderungen bei einem so bekannten Stück?

Da sagt man oft, das ist ein Selbstläufer, aber das ist auch eine Gefahr, weil der Zuseher eine Erwartungshaltung hat. Man muss sehen, dass man ihn überrascht. Thomas Enzinger hat großartige Ideen, und bei den Choreografien kombinieren wir den Schuhplattler mit dem Stepptanz, außerdem gibt es Walzer, Foxtrott, Charleston und viele Requisiten.

Auch bei "Dancing Stars" sind Sie Choreograf – hatten Sie als ehemaliger Teilnehmer besonderen Zugang?

Ich glaube, es war ein Vorteil, dass ich vor genau zehn Jahren mitgemacht habe und weiß, was die emotionale und tänzerische Belastung für einen Prominenten ist – es gibt neben dem Tanztraining auch den Interviewmarathon und die Einblicke, die man in sein Seelenleben geben muss. Das wird immer unterschätzt.

In Bad Ischl werden Sie den schönen Sigismund verkörpern.

Das ist meine dritte "Rössl"-Produktion, ich kenne das Stück sehr gut. Ich bin schon sehr gespannt, wie ich mit der Glatze aussehe. Ich habe zu meiner Mutter gesagt, vielleicht ist mir dieses Glatze-Kleben jeden Abend zu anstrengend, ich rasiere mir über den Sommer die Haare ab. Und sie hat gesagt: "Das machst du sicher nicht." Ich: "Ich werde 44, ich darf doch entscheiden, was ich mit meinen Haaren mache." Aber wir haben uns geeinigt, dass ich das nicht mache.

Wie dankbar sind Sie dem Inder, der Werbefigur, die Sie bekannt gemacht hat?

Das war immer ein zweischneidiges Schwert - es hat mir viele Türen geöffnet und mich bekannt gemacht. Man muss aber auch viele Opfer bringen, gibt einen großen Teil seines Privatlebens auf. Wenn im Supermarkt genau geschaut wird, was im Wagerl ist – habe ich das drei Monate toll gefunden, dann wäre ich gerne wieder privat gewesen.

 

Im Operetten-Himmel

Nicht nur „Im Weißen Rössl“ feiert am 13. Juli in Bad Ischl beim Lehár Festival unter der Regie von Intendant Thomas Enzinger Premiere, auch Jacques Offenbachs Operette „Pariser Leben“ wird am 20. Juli in der Inszenierung von Markus Kupferblum zum ersten Mal gezeigt. Mit der dritten Produktion „Clo-Clo“ wird am 10. August ein Werk von Franz Lehár auf die Bühne gebracht, das noch nie beim Festival zu sehen war. Termine und weitere Infos finden Sie unter leharfestival.at

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Julia Evers

Redakteurin Kultur

Julia Evers
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