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Kultur

Verbeugung vor dem jungen Anton Bruckner

23. Juni 2021 00:04 Uhr

Es war ein positiver Zufall des Corona-Jahres 2020, dass bei den Brucknertagen keine Symphonie erklingen konnte. Not macht erfinderisch, und so hat Dirigent Rémy Ballot kurzerhand Kollegen eingeladen und das Altomonte Ensemble gegründet, um Bruckners Streichquintett und -quartett anstelle der geplanten Symphonie aufzuführen.

Mit dabei sind Iris Schützenberger (Violine), Stefanie Kropfreiter sowie Peter Aigner (Viola) und Jörgen Fog (Cello).

Alle sind mit Bruckner nicht bloß vertraut, sondern haben sofort die mythische Aura dieser Musik gemeinsam zu atmen verstanden und diese beiden höchst unterschiedlichen Werke in einer beinahe demütigen Herangehensweise interpretiert. Dass dabei eine CD entstand, die am Sonntag im Anton Bruckner Centrum Ansfelden präsentiert wurde, ist ebenso nicht selbstverständlich. Im Gespräch betonten die fünf Musizierenden die Bedeutung des Tempos und des langen Atems speziell beim Streichquintett-Adagio, das dann auch am Ende erklang und jegliche Hitzewallungen vergessen ließ. (wruss)

Fazit: Eine absolut überzeugende Herangehensweise an ein Bruckner-Jugendwerk.

CD-Tipp: "Anton Bruckner: Streichquintett und Streichquartett" des Altomonte Ensembles gibt’s u. a. unter office@brucknerbund-ansfelden.at

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