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Kultur

STARTS-Preise: Wissenschaft, Technik und Kunst im Dienst der Gesellschaft

21. Mai 2019 00:04 Uhr

STARTS-Preise: Wissenschaft, Technik und Kunst im Dienst der Gesellschaft
Das "Innovationsbüro 300.000 Km/s" nutzt Technologie zur Stadtplanung (in Barcelona).

Der vom Ars Electronica Center mit durchgeführte Wettbewerb prämiert zwei Projekte.

STARTS – diese Abkürzung steht für Science, Technology and Arts. Der jährliche Wettbewerb zeichnet innovative Projekte an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Wissenschaft aus, die das Potenzial haben, zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Innovation beizutragen. Mit der Durchführung der STARTS-Initiative der EU-Kommission ist unter anderem das Linzer Ars Electronica Center betraut. Gestern präsentierten Ars-Electronica-Chef Gerfried Stocker und Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer die beiden diesjährigen Siegerprojekte, die je 20.000 Euro erhalten, sowie acht Projekte, die einen Anerkennungspreis bekommen.

Für seine neue Art der Stadtplanung wurde das "Innovationsbüro 300.000 Km/s" aus Barcelona mit dem Grand Prize in der Kategorie "Innovative Collaboration" ausgezeichnet. Das Büro entwickelte den "Ciutat Vella’s land-use plan", mit dem es zeigt, wie neue Technologien dazu beitragen können, urbanen Raum lebenswert zu gestalten. Im Rahmen des Plans sammelte das Büro Informationen über diverse Faktoren, die das Leben der Einwohner von Barcelonas Bezirk Ciutat Vella betreffen und erstellte einen Datenatlas, der nicht nur die Aktivitäten der Bürger zeigte, sondern auch Beeinträchtigungen der Gesundheit der Bevölkerung beschrieb.

Die Stadt als Gemeinschaftsgut

Bewohner und örtliche Geschäftstreibende waren eingebunden und konnten sich an Entscheidungen beteiligen. "300.000 Km/s" sieht die Rolle der Stadtplanung "als Instrument, um die Stadt als Gemeinschaftsgut über den freien Markt zu stellen". Die lokale Wirtschaft solle florieren, die Bewohner gleichzeitig ein erfülltes Leben führen. AEC-Leiter Stocker kündigte an, dass beim kommenden Ars Electronica Festival von 5. bis 9. September mit den Preisträgern über mögliche Adaptionen für Linz gesprochen werden könne.

Der Grand Prize im Bereich "Artistic Exploration" geht an die Dänen Bjørn Karmann und Tore Knudsen für ihr "Project Alias". "Alias" ist ein Gerät, das auf "Smart Home Assistents" (Geräte wie Amazons "Alexa", Anm.) aufgesetzt wird und sie damit steuert. Damit uns so ein digitaler Assistent nicht belauschen und Daten an Amazon, Google und Co. weiterleiten kann, beschallt "Alias" dessen Mikrofon mit einem Rauschen, das mit einem bestimmten Codewort pausiert werden kann. Sie möchten mit diesem Projekt "Machtstrukturen verändern, von den großen Technologien hin zu den Menschen", sagten Karmann und Knudsen gestern via Skype.

Bei der STARTS-Initiative gehe es darum, Projekte aus Kunst, Technologie und Wissenschaft hervorzuheben, die den Nutzen für die Gesellschaft ins Zentrum stellen, sagte gestern auch Kulturstadträtin Lang-Mayerhofer.

Die Sieger sowie ein Überblick über die aus den 2278 Einreichungen ausgewählten und mit Anerkennungspreisen ausgezeichneten Projekte werden beim diesjährigen Ars Electronica Festival präsentiert. Die Verleihung der STARTS-Preise findet im Rahmen der Prix-Ars-Electronica-Gala am 5. September statt. (hw)

Preise für Innovation

STARTS ist eine Initiative der Europäischen Kommission, mit der Technologie und künstlerische Praxis verbunden werden sollen. Der jährliche Wettbewerb zeichnet innovative Projekte an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Wissenschaft aus, die das Potenzial haben, zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Innovation beizutragen. Die Gewinner erhalten Preisgelder von jeweils 20.000 Euro und werden beim Ars Electronica Festival präsentiert.

STARTS-Preise: Wissenschaft, Technik und Kunst im Dienst der Gesellschaft
Die beiden Dänen Bjørn Karmann und Tore Knudsen setzen digitalen Assistenten eine Schutzhaube auf.
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