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Musik

Liebe über alles

Von Reinhold Gruber 16. August 2019 16:52 Uhr

Monika Martin hat der Liebe ein ganzes Album gewidmet.

23 Alben in 23 Jahren. Die „spät berufene“ Schlagersängerin Monika Martin liebt, was sie tut.

Die Liebe. Eh klar. Der Stoff, aus dem die Schlager sind. Die rosarot eingefärbte Brille auf das Leben und das Klischee geben sich da wieder einmal die Hand. Und? Monika Martin glaubt an die Kraft der Liebe. Überzeugend und ehrlich. 

Wie sonst kommt man auf die Idee, ein Album „Ich liebe dich“ zu nennen und zu wissen, dass man damit natürlich in die vorgefertigte Schublade gesteckt werden kann? 

Album Nummer 23 hat die 56-Jährige der Liebe in ihren vielen Spiel- und Denkarten gewidmet. Weil es nichts Wichtigeres im Leben gebe, sagt sie. „Ich liebe dich mag altbacken klingen, aber es ist schön, es zu sagen und zu hören.“ Zudem würde man dies ja nicht jedem Menschen sagen.

Die Liebe sieht die Grazerin ohnedies größer. „Ich liebe es, zu singen. Ich liebe es, meine Berufung leben zu dürfen.“ Und dafür ist sie dankbar.

Geht uns die Liebe verloren, weil dem rationalen Verstand viel mehr getraut wird als dem emotionalen Herz? Martin nickt. „Du kannst Geld nicht essen. Ich kenne so viele reiche Menschen, die sind unglücklich und haben nur Angst, dass man ihnen das Geld wegnimmt. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass das einzige, was zählt und was bleibt, die Liebe ist. Das klingt auch wieder altbacken, aber ich spreche das so deutlich aus, weil es sich das heute keiner mehr zu sagen traut.“ 

Und die Liebe beginnt in den eigenen vier Wänden, vor der Haustür. „Man muss nicht nach Äthiopien schauen, um Liebe geben zu können“, sagt Martin. So wie jede Veränderung bei einem selbst beginne. „Wie ich mit meinen Mitmenschen umgehe, das multipliziert sich.“ 

Hier spricht die Frau, die für sich in Anspruch nimmt, eine Träumerin geblieben zu sein. Denn man brauche Träume und Fantasien. „Ohne sie würde es keinen Fortschritt geben.“ 

Ihr Lieblingslied auf dem neuen Album? „Etwas wird bleiben“. Denn es gibt Ereignisse im Leben, die sich einbrennen. „Das letzte Weihnachtsfest mit meiner Oma etwa hat sich in meiner Seele gespeichert und das kann mir keiner wegnehmen.“ Alles, was bleibe, müsse aber nicht immer automatisch mit Liebe zu tun haben. 

Eine besondere Verbindung hat Monika Martin mit Andy Borg. „Er war mein Lehrmeister“, erinnert sie sich an die dreimonatige Tour mit ihm im Jahr 2001. „Ich habe ihm jeden Abend dabei zugeschaut, wie er mit den Menschen umgeht. Und er ist immer gleich geblieben.“ So haben sie nun, spät aber doch, ein Duett aufgenommen: „In all den Jahren“. Das handelt auch von der Liebe. Alles andere wäre eine Überraschung gewesen.

Monika Martin: „Ich liebe dich“ (Telamo)

Artikel von

Reinhold Gruber

Lokalredakteur Linz

Reinhold Gruber
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