Lade Inhalte...

Literatur

Von Träumen in Gassen der Hoffnungslosigkeit

28. März 2020 00:04 Uhr

Im ärmlichen Hafenviertel Palermos findet jeder seinen Weg, um sich über Wasser zu halten.

Mimmos Vater, der Fleischer, betrügt seine Kunden mit der Waage. Celestes Mutter, die Prostituierte, verbannt die Tochter auf den Balkon, wenn sie Freier bedient. Cristofaros Erzeuger, ein verzweifelter Säufer, prügelt den Sohn nach Sonnenuntergang grün und blau.

Die drei Kinder rückt Giosue Calaciura in den Mittelpunkt seiner Geschichte, die von Gewalt, Verrat, Überleben, Liebe und Träumen erzählt. Und von Hoffnungen, die sich nicht erfüllen werden. Der italienische Autor findet selbst für trostlose Abgründe eine poetische Sprache: "Im Borgo Veccio", schreibt er etwa, "wusste man, dass Cristofano jeden Abend das Bier seines Vaters weinte."

Die Kinder ohne Kindheit klammern sich an ihr Idol, Toto den Räuber, der im Viertel verehrt und von der Polizei gejagt wird. Wenn Letztere in die Gassen der Hoffnungslosigkeit vordringt, verbünden sich deren Bewohner.

So drastisch, traurig und schmerzhaft die Vorkommnisse sind – die dichte Atmosphäre und klar geformte Figuren ziehen in einen Tunnel, an dessen Ende sich ein zartes Licht zeigt. (beli)

Interessieren Sie sich für dieses Thema?

Mit einem Klick auf das “Merken”-Symbol fügen Sie ein Thema zu Ihrer Merkliste hinzu. Klicken Sie auf den Begriff, um alle Artikel zu einem Thema zu sehen.

Lädt
turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

turned_in

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

mehr aus Literatur

0  Kommentare expand_more 0  Kommentare expand_less