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Linzer Ermittler mischt Italiens Süden auf

Von Herbert Schorn   16.Juni 2021

Nach dem Tod seiner Lebensgefährtin ist er von Linz in ein Häuschen nahe der süditalienischen Stadt Ostuni übersiedelt. Doch mit der gemütlichen Beschaulichkeit ist es abrupt vorbei, als sich ein Afrikaner mit einer Schusswunde in Vierzigers Vorgarten schleppt. Der Ex-Kommissar versorgt die Wunden des jungen Mannes, doch die Ehefrau des Schwerverletzten ist nicht mehr zu retten: Vierziger findet sie tot am nahen Meeresstrand. Nun beginnt der pensionierte Ermittler sich für den Fall zu interessieren, was manchen in Ostuni gar nicht in den Kram passt …

Kurzweiliger, flotter Krimi

Mit seinem jüngst erschienenen Roman "In der Fremde – Die dunkle Seite des Südens" ist dem Linzer Autor ein flotter Krimi mit einer sympathischen Hauptfigur gelungen. Lemark spitzt die teilweise etwas verwickelte und mit Leichen gepflasterte Handlung gekonnt auf ein spannendes Finale zu und lockert dazwischen die Atmosphäre mit Vierzigers Liebesleben und Ausflügen in die italienische Küche auf. Etwas brutal sind dagegen die beiden Einstiegsszenen, ein wenig mühsam die vielen italienischen Redewendungen, die weniger Italiens Dolce Vita vermitteln als eher den Lesefluss stören. Insgesamt ein kurzweiliger und kenntnisreicher Apulien-Krimi.

Joseph Lemark: "In der Fremde – Die dunkle Seite des Südens", Krimi, Verlag federfrei, 250 Seiten, 12,90 Euro

OÖN Bewertung:

 

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18. September 2021