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OÖN-Filmkritik

„Frau Stern“: Über das Altwerden und die Liebe zum Leben

Von Silvia Nagl 21. September 2019 00:04 Uhr

Über das Altwerden und die Liebe zum Leben
Ahuva Sommerfeld

Film-Porträt über eine einzigartige Frau.

"Ich will sterben", sagt Frau Stern. Sie wird 90 – und sie mag nicht mehr. Was Regisseur Anatol Schuster aus dieser Ausgangssituation entwickelt, ist berührendes, humorvolles und tragikomisches Erzählen über das Altwerden und die Liebe zum Leben. Frau Stern wird von der damals 80-jährigen Ahuva Sommerfeld gespielt, die zuvor nie vor der Kamera gestanden ist. Frau Stern hat "das KZ überlebt. Ich werde auch das Rauchen überleben", sagt die Kettenraucherin zum Arzt. Als sie ihn bittet, ihr beim Sterben zu helfen, meint er, welch Skandal das wäre, würde "ein deutscher Arzt einer jüdischen Patientin beim Sterben helfen". Das ist genau jener Humor, der sich durch den ganzen Film zieht, der ein liebevoll gestaltetes Porträt einer einzigartigen Frau ist.

Frau Stern wird von ihrer Enkelin (herzerfrischend gespielt von Kara Schröder) geliebt und umsorgt.

Ahuva Sommerfeld ist 81-jährig, kurz nach der Film-Premiere, verstorben. Schade, denn sie hätte sich vor Freude sicher einen Joint genehmigt!

"Frau Stern", D 2019, 80 Min.

OÖN Bewertung:

 

Der Trailer zum Film:

Artikel von

Silvia Nagl

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