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OÖN-Filmkritik

„Che – Revolución“: Pulver- und Zigarrenrauch zieht durch Kuba

09. Juni 2009 00:04 Uhr

Pulver- und Zigarrenrauch zieht durch Kuba
Prägten ein Klischee von Kuba: Kampf, Zigarren und Rum

„Che – Revolución“ (USA 2008, 126 Minuten); Regie: Steven Soderbergh (Moviemento OmU)

OÖN Bewertung:

Er ist der Prototyp des Revolutionärs, sein Charakterkopf als Plakatmotiv ist zeitlos. US-Regisseur Steven Soderbergh hat nun Ernesto „Che“ Guevara einen zweiteiligen Film gewidmet. Der erste läuft Freitag an.

Thema ist der kubanische Befreiungskampf gegen das Batista-Regime, für den Fidel Castro den argentinischen Arzt Che Guevara von 1956 bis 1959 als Strategen einsetzte. Der lange Marsch nach Havanna mit seinen aufreibenden Busch- und Straßenkämpfen wird gebrochen durch Ches spätere Auftritte bei der UNO und ein Guevara-Interview in den frühen 60ern. Soderbergh hat diese Sequenzen in Schwarzweiß gedreht, ein Kniff, um sich nicht in Schlachtengemälden zu verlieren.

Benicio Del Toro ist ein sympathischer Che, dicke Zigarren paffend und dementsprechend hustend. Er zeigt ihn human, zielstrebig und politisch korrekt. „Ein echter Revolutionär lässt sich von der Liebe leiten“, hört man aus rebellischem Mund.

Soderberghs Film ist eine Dokumentation mit Abenteuercharakter, die den Menschen ausleuchtet, der als Individuum Geschichte schreibt. Und natürlich ein biografischer Ausschnitt eines zur Ikone gewordenen Kämpfers, der sich die Veränderung als Lebensziel gesetzt hat. Für eine Freiheit, die hinterfragbar ist. (thek)

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